Sportartikel-Messe Ispo verliert nun auch Adidas

- München - Zur bevorstehenden Sportartikel-Messe Ispo in München ist die Branche nach Einschätzung von Messe-Chef Manfred Wutzlhofer optimistisch gestimmt. Nach einem sehr kalten Mai sei der Juni bei bestem Sommerwetter gut gelaufen, sagte Wutzlhofer. Für einen zusätzlichen Schub habe die Fußball-Weltmeisterschaft mit dem Verkauf von Schuhen, Trikots und Fanartikeln gesorgt. "Insgesamt ist die Stimmung gut, auch entlang der wirtschaftlichen Erholung." Für das Gesamtjahr erhoffe sich die Branche ein Umsatzplus.

Für die Ispo (16. bis 18. Juli) erwartet der Messe-Chef in diesem Jahr stabile bis leicht steigende Ausstellerzahlen. Im vergangenen Jahr hatten 1049 Firmen auf der Sportartikel-Messe Neuheiten rund um Sportarten wie Fußball, Nordic Fitness und Tennis präsentiert. Dies waren etwas weniger Firmen als im vorangegangenen Jahr. Auch die Zahl der Fachbesucher ging auf 23 000 leicht zurück. In diesem Jahr wolle man die Besucherzahl etwa stabil halten, sagte Wutzlhofer. Erstmals wird der Sportartikel-Hersteller Adidas bei der diesjährigen Ispo nicht vertreten sein, die Konkurrenten Puma und Nike sind bereits seit längerem nicht mehr dabei. Die Absage von Adidas bedeute aber keinen Rückschlag für die Schau, sagte Wutzlhofer. Man müsse akzeptieren, dass die großen Hersteller inzwischen eigene Vermarktungsstrategien entwickelt hätten. Zudem richte sich die Ispo in erster Linie als Trend- und Informationsmesse an die mittelständische Industrie. Die frei gewordene Ausstellungsfläche von Adidas habe zudem nahtlos der weltgrößte Outdoor-Anbieter Columbia übernommen.

Das Thema Outdoor bleibe zusammen mit Nordic Fitness und Nordic Walking einer der Schwerpunkte auf der Ispo. Die Branche profitiere davon, dass auch am Arbeitsplatz legere Kleidung getragen werde. Als Spezialthemen bietet die Ispo in diesem Jahr außerdem alles rund um Golf-Sport und Triathlon sowie Sportbekleidung mit integrierten Technologien.

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