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Vor allem in den Mittelgebirgen gibt es immer weniger Schnee. Foto: Matthias Balk

Schwieriger Markt

Sportbranche startet gut in den Ski-Winter

Aufatmen in der Sportbranche: Nach teils mauen Wintern mit spärlichem oder spätem Schnee locken die Pisten in den Alpen Wintersportfreunde in dieser Saison schon seit Mitte November. Das kurbelt die Geschäfte von Fachhandel und Industrie an.

Heilbronn/München (dpa) - Der frühe Schnee in den Alpen beschert der Sportbranche in dieser Saison gute Geschäfte mit Skiern, Wintermode und Zubehör.

Zwischen September und Dezember 2017 legten die Umsätze im Wintersport-Segment beim Sporthandelsverbund Intersport im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent zu, wie Intersport-Vorstandschef Kim Roether der Deutschen Presse-Agentur sagte. Auch im Weihnachtsgeschäft sorgten Wintersportartikel mit einem Umsatzplus um 38 Prozent im Dezember für kräftigen Schub. Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Sportartikel-Industrie, Nicole Espey, sprach ebenfalls von einem guten Saison-Auftakt.

Entsprechend gut ist die Stimmung der Branche zur bevorstehenden Sportartikelmesse Ispo in München (28. bis 31. Januar). "Der Wintersport bleibt ein relevanter Markt, gleichzeitig aber auch herausfordernd", sagte Roether. Immer weniger Schnee in den Mittelgebirgen bedeute immer weniger Skitage, die wiederum nur schwer verlässlich im Voraus geplant werden könnten. Viele Skigebiete setzen seit einiger Zeit neben dem Ausbau ihrer Pisten und Liftanlagen zunehmend auf Wellness-Angebote, um auch bei weniger idealen Wintersportbedingungen Urlauber anzulocken.

Zur Messe Ispo wollen die Hersteller beispielsweise mit neuen Technologien für Skischuhe punkten, die ein leichteres und sichereres Laufen ermöglichen sollen. Bei Langlaufskiern liegen Modelle mit Fellen, die als Steighilfe für Skitourengeher dienen, im Trend. Auch das Geschäft mit Leihski und dem zugehörigen Service boomt in den Skigebieten. Mittlerweile hätten sich auch die Hersteller mit dem Trend arrangiert, weil viele Verleiher inzwischen in neue und hochwertige Ausrüstungen investierten, sagte Espey.

Die Händler wiederum können Roether zufolge dank neuer Servicekonzepte wie einer speziellen Skischuh-Anpassung ihre Verkaufspreise halten und teils auch steigern. Den Onlinehandel sieht er als Ergänzung zum stationären Geschäft. Generell seien Ski und Skischuhe aber beratungsintensive Produkte. "Einsteiger oder Freizeitwintersportler werden eher davon absehen, online zu kaufen", sagte Roether.

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