Sportler oder Bummler: So finden Sie den richtigen Langlaufski

- Anstrengend wie ein Dauerlauf oder entspannend wie eine Wanderung - Skilanglauf bietet Sportlern und Freizeitgenießern beides. Bei der Wahl der Ski kommt es vor allem auf die persönliche Vorliebe an. Qualitativ sind die meisten Produkte hochwertig, hat eine Untersuchung der Zeitschrift "Test" (Ausgabe 11/05) ergeben.

Die Experten der Stiftung Warentest haben 14 Paar Langlaufski geprüft und kamen zum Ergebnis: "Die meisten Ski spuren gut. Die Produktqualität ist erfreulich hoch." Dabei schneidet auch manch billiges Modell ausgezeichnet ab (siehe auch Tabelle). Welcher Ski sich am besten eignet, hängt auch vom Nutzer ab. Denn der hat die Wahl zwischen drei Arten von Loipenbrettern.

Nowax

Der Name suggeriert, dass man diese Skier nicht wachsen müsste. Das stimmt allerdings nicht. Die Nowax-Modelle benötigen lediglich kein so genanntes Steigwachs. Schuppenartige Vertiefungen im Belag sorgen dafür, dass der Ski bei Aufstiegen nicht rückwärts rutscht. Vor und hinter diesen Schuppen-Bereichen muss der Belag aber mit Gleitwachs präpariert werden, um komfortabel laufen zu können. Nach Ansicht der "Test"-Experten eignen sich diese Modelle "für die breite Masse der Skilangläufer, die nicht von einem Wettkampf zum nächsten eilt". Allerdings müsse man teilweise ein lauteres Laufgeräusch hinnehmen, das einen Bremseffekt suggeriert - auch wenn es ihn nicht gibt.

Wachs

"Ein optimal präparierter Wachsski ist dem besten Nowaxski überlegen" urteilt "Test". Allerdings sei er eher für geübte Langläufer geeignet. Wachsski erforderten dynamisches Laufen, einen sauberen Abstoß und eine gute Kondition. Dazu kommt der Aufwand des richtigen Wachsens - abhängig von Schneeart und Temperatur.

Nordic Trend

Diese neue Langlaufski-Art unterscheidet sich von den anderen Modellen dadurch, dass sie etwas kürzer und breiter ist. Ihre Konstruktion soll beim Bergaufgehen mehr Halt geben und das Zurückgleiten verhindern. Allgemein seien die Ski wendiger und leichter zu beherrschen. Die Experten empfehlen den Nordic Trend

 Hobbyläufern und "Skibummlern", die beim Langlauf Erholung suchen,

 schweren Läufern, die mehr als 90 Kilo wiegen, weil sie auch weniger lange Ski beim Gleiten nicht voll durchtreten,

 Anfängern, die auf sehr schmalen Ski weniger Halt finden.

Die Testsieger

In ihr Urteil ließen die Test-Experten die Laufeigenschaft (mit einer Gewichtung von 70 Prozent) und Verarbeitung sowie Haltbarkeit (mit einer Gewichtung von 30 Prozent) einfließen. Bei der Gesamtnote schnitten die beiden Wachsski im Test am besten ab. Der Atomic Beta RC:9 (hard) zum Preis von 140 Euro erreichte mit 1,7 den stärksten Wert. Bei den Nowaxski zählt mit dem Atomic RC:8 APG für 120 Euro das billigste Modell auch zu den besten. Die Note 2,0 erreichte auch der Fischer XC Superlight Crown N40051 für 219 Euro (einschließlich Bindung). Bei den Nordic-Trend-Ski schnitt der Salomon Snowscape 7 mit der Gesamtnote 2,1 am besten ab.

Der Verlierer

Am wenigsten konnte der Kneissl Snow Walker die Experten überzeugen. Er erhielt mit Abstand die schlechteste Note (4,0). Ihm wurden "deutliche Schwächen beim Gleiten und in der Haltbarkeit" angekreidet. Zudem sei er "etwas schwer".

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