Sportliche Ziele der Münchener Rück

- München - Nach einem Rekordgewinn will die Münchener Rückversicherung ihren Profit im laufenden Jahr um ein Drittel auf 2,4 Milliarden Euro steigern. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard sagte auf der Hauptversammlung: "Wir liegen gegenwärtig auf Kurs."

Aktionärsschützer lobten das Ergebnis, kritisierten aber die "schwarzen Löcher" bei der Tochter American Re und der HypoVereinsbank. Außerdem verlangten sie die Offenlegung aller Vorstandsgehälter.<BR><BR>Nach dem Rekordergebnis von 1,83 Milliarden Euro im vergangenen Jahr will die Münchener Rück dieses Jahr unterm Strich 2,4 Milliarden Euro verdienen, wie Bomhard sagte. Nach dem ersten Quartal sei er optimistisch, dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Der europäische Wintersturm Erwin und ein Hochhausbrand in Madrid hätten das Ergebnis zwar belastet. Auf der anderen Seite seien Geschäftsvolumen und Ertragskraft in Japan und Korea zum 1. April gestiegen.<BR><BR>Die Aktionäre lobten Rekordergebnis und Rekorddividende im 125. Gründungsjahr der weltgrößten Rückversicherung. Aber die Freude werde vom schlechten Aktienkurs getrübt. SEB-Invest-Fondschef Thomas Nahmer bewertete die Gewinnprognose als "ein sehr sportliches Ziel" und beklagte, die Münchener-Rück-Aktie laufe dem Dax und den anderen Versicherungsaktien hinterher.<BR><BR>Kritisch bewerteten die Aktionärsvertreter, dass die 18-Prozent-Beteiligung an der defizitären HypoVereinsbank ein besseres Ergebnis vermasselt habe.<BR>

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