Springer sieht sich gerüstet für Übernahme

- Berlin - Der Verlagskonzern Axel Springer sieht sich angesichts steigender Gewinne für die milliardenschwere Übernahme von Pro-Sieben-Sat.1 gut gerüstet. Im ersten Halbjahr 2005 legte der Konzernumsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent auf 1,1935 Milliarden Euro zu, teilte Springer mit. Der Überschuss stieg deutlich stärker um 48,8 Prozent auf 101,3 Millionen Euro. Springer hatte Anfang August die Übernahme von Deutschlands größtem TV-Konzern Pro-Sieben-Sat.1 für insgesamt mehr als vier Milliarden Euro angekündigt.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis des Berliner Verlagskonzerns vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) nahm im ersten Halbjahr um 13,7 Prozent auf 173 Millionen Euro zu. "Nach der erneuten Ergebnisverbesserung im ersten Halbjahr ist Springer auf die geplante Übernahme bestens vorbereitet", sagte Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner.

Per Ende Juni lagen die Finanzmittel im Konzern bei 511 Millionen Euro verglichen mit 454,5 Millionen Euro zum Jahresende 2004. Das Ergebnis (Ebita) für 2005 soll über dem bereinigten Vorjahreswert liegen, bestätigte Döpfner die bisherige Prognose.

Die Übernahme von ProSieben-Sat.1 muss noch vom Kartellamt und der Medienkommission KEK genehmigt werden. Zunächst will Springer die Anteilsmehrheit von einer Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban in Höhe von 2,5 Milliarden Euro übernehmen. Zur Finanzierung will Springer drei Milliarden Euro Bankkredite aufnehmen und neue Aktien ausgeben.

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