Springer-Beschwerde wegen ProSiebenSat.1

- Berlin - Trotz Aufgabe der Übernahme von ProSiebenSat.1 geht der Springer-Verlag juristisch gegen das kartellrechtliche Verbot des Kaufs vor. Nach Angaben vom Donnerstag legte die Axel Springer AG Beschwerde gegen die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamtes gegen den beabsichtigten Erwerb der ProSiebenSat.1 Media AG vom 19. Januar 2006 ein. Entschieden werde diese Beschwerde vom Oberlandesgericht Düsseldorf.

Springer begründete den Schritt damit, dass man "Rechtssicherheit für künftige Akquisitionen" erhalten wolle. "Sollten die vom Kartellamt angeführten drei Untersagungsgründe, deren Rechtmäßigkeit die Axel Springer AG bestreitet, Bestand haben, wäre Wachstum durch Zukäufe für den Konzern in Deutschland kaum noch möglich", heißt es in der Mitteilung.

Springer hatte Anfang Februar die milliardenschwere Übernahme nach monatelangem Ringen aufgegeben und damit auf eine Klage oder eine Sondererlaubnis des Bundeswirtschaftsministers verzichtet, um das Vorhaben doch noch durchzusetzen. Begründet worden war dies mit "unzumutbaren Risiken für alle Beteiligten".

Der US-Milliardär Haim Saban hatte erst Mitte Februar überraschend bekannt gegeben, dass er nach dem gescheiterten Verkauf an Springer ProSiebenSat.1 nun doch behalten wolle.

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