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Von der Börse in Frankfurt (Symbolbild) kamen am Donnerstag gute Nachrichten für die Anleger. Der Dax kletterte kurz nach dem Start über die 11.000-Punkte-Marke.

Gute Stimmung an der Börse

Dax springt wieder über 11.000 Punkte

Frankfurt - Die Geldpolitik der Notenbanken wiegt offenbar stärker als die Terrorgefahr: Starke Börsen in Übersee haben dem Dax einen Sprung über 11.000 Punkte ermöglicht.

Beflügelt von der sehr guten Börsenstimmung am Vorabend in den USA und aktuell in Asien überwand der deutsche Leitindex kurzzeitig sogar wieder die Marke von 11.100 Punkten. Zuletzt stieg er um 1,21 Prozent auf 11.092,20 Punkte.

Der MDax mittelgroßer Werte rückte um 0,89 Prozent auf 21 326,09 Punkte vor, und der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,05 Prozent auf 1837,97 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich ebenfalls stark. Die Terror-Anschläge von Paris und die Furcht vor weiteren Attentaten schlugen sich nicht nieder.

Vielmehr ist es nach wie vor die Politik der Notenbanken, die die Märkte bewegt. Am Vorabend hatte die Wall Street nach der Veröffentlichung des jüngsten Fed-Sitzungsprotokolls einen Gang höher geschaltet. Das gebe nun den anderen Börsen einen kräftigen Schub, sagte Analyst Angus Nicholson vom Broker IG.

Keine Überraschungen bei Thyssenkrupp

Unter den Einzelwerten gewannen die Papiere von Thyssenkrupp 1,70 Prozent und legten damit etwas stärker als der Durchschnitt im Dax zu. Der Industrie- und Stahlkonzern hatte seine Jahresbilanz vorgelegt und einen Ausblick auf sein angelaufenes erstes Geschäftsquartal gegeben. Größere Überraschungen habe es keine gegeben, sagte etwa Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank, während mehrere Händler sich eher enttäuscht äußerten.

Dass SAP-Konkurrent Salesforce seine Jahresumsatzprognose nach einem erfolgreichen Quartal anhob, sorgte auch für positive Stimmung unter den Anlegern des Walldorfer Software-Herstellers. Die Anteilsscheine rückten um 1,34 Prozent vor. Eon gewannen als einer der Dax-Spitzenwerte 1,65 Prozent. Händler verwiesen auf eine positive Studie der Bank Main First.

Die Aktien von Südzucker legten im MDax eine Berg- und Talfahrt hin und stiegen zuletzt bei 19,00 Euro auf den höchsten Stand seit April 2014. Einerseits hatte der Zuckerhersteller seine Jahresprognose für 2015/16 angehoben und auch die Tochter Cropenergies hob ihre Prognose an. Andererseits bereitet dem Unternehmen der rückläufige Preis für Bioethanol in Europa Sorge.

dpa

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