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Sprit wird immer teurer – Preise für Benzin und Diesel knapp unter Allzeithoch 

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Die Preisanzeige einer Tankstelle an der Autobahn A7 im Landkreis Hildesheim zeigt unter anderem einen Preis von 1,889 Euro für einen Liter.
Die Spritpreise steigen immer weiter. Die Kosten für Benzin und Diesel befinden sich nur knapp unter einem Rekordhoch. © Julian Stratenschulte/picture alliance/dpa

Die Preise für Benzin und Diesel steigen immer weiter. Ökonomen halten einen Benzinpreisdeckel jedoch nicht für sinnvoll.

München - Beim Anstieg der Spritpreise ist keine Trendwende in Sicht. Sowohl Benzin als auch Diesel haben sich erneut verteuert, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Es ist der elfte Anstieg im allwöchentlichen Vergleich in Folge.

Superbenzin der Sorte E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt am Dienstag laut ADAC 1,689 Euro je Liter. Das sind 0,9 Cent mehr als vor einer Woche. Zum Allzeithoch aus dem Jahr 2012 fehlen damit nur noch zwei Cent. Diesel verteuerte sich um 0,4 Cent auf 1,569 Euro. Der Kraftstoff hat bereits vor einigen Wochen seine alte Höchstmarke übertroffen und ist derzeit auf einem nie zuvor erreichten Niveau.

Spritpreise: Autofahrer sollen gezielt günstige Tankstellen nutzen

Wichtigster Treiber des Spritpreises sind die derzeit hohen Ölpreise. Der ADAC hält die derzeit an den Tankstellen aufgerufenen Summen allerdings im Vergleich zum Rohölpreis für hoch. Er ruft die Autofahrer daher auf, „ihre Marktmacht zur Stärkung des Wettbewerbs gezielt einsetzen und beim Tanken möglichst preiswerte Tankstellen zu nutzen.“

In der Debatte um eine mögliche Deckelung der Spritpreise haben sich zwei prominente Wirtschaftswissenschaftler gegen eine solche Regelung ausgesprochen. Die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm warnte davor, die Energiepreise zu deckeln. Davon müsse man stark abraten, sagte sie am Mittwoch in Berlin bei der Vorlage des Jahresgutachtens des Sachverständigenrats.

Hohe Energiepreise: Ökonomen fordern, Haushalte anderweitig zu entlasten

Grimm sprach sich dafür aus, zur Entlastung die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms abzuschaffen oder die Stromsteuer zu senken. Es sollte aber nicht der „Marktmechanismus“ außer Kraft gesetzt werden.

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, sagte dem Sender Phoenix, ein Benzinpreisdeckel habe „jetzt keinen Sinn“. Hohe Preise sollten die Konsumenten dazu bringen, ihr Verhalten zu ändern. Die Haushalte sollten stattdessen allgemein entlastet werden. (dpa) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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