1. Startseite
  2. Wirtschaft

Preisexplosion wegen Krieg: Benzin und Diesel nach Ukraine-Eskalation auf nächster Rekordjagd

Erstellt:

Von: Patrick Freiwah

Kommentare

Die Entwicklung in der Ukraine hat sich seit Donnerstag dramatisch zugespitzt. Die Auswirkungen der Krise bekommen Autofahrer an den deutschen Zapfsäulen zu spüren.

München - Auswirkungen der jüngsten Eskalation in der Ukraine waren an den deutschen Tankstellen zunächst noch nicht zu erkennen. Der Sprung beim Ölpreis hatte sich zunächst nicht beim Spritpreis bemerkbar gemacht, ergab eine erste Auswertung. Am Donnerstagmittag lagen die Preise für Benzin und Diesel mit den Werten vom Tag zuvor in etwa gleichauf, erklärte der ADAC auf Nachfrage der dpa. Doch die Tage darauf haben die Spritpreise deutschlandweit bereits angezogen und sind einige Cent pro Liter höher, als zwei Tage zuvor.

Spritpreise in Deutschland auf höchstem Niveau - Ende der Spirale wohl nicht erreicht

Bereits am Mittwoch (25. Februar) hatte sich im bundesweiten Tagesdurchschnitt bereits ein Allzeithoch in Höhe von 1,750 Euro je Liter Super E10 und 1,663 Euro für den Liter Diesel ergeben. Jürgen Albrecht, Kraftstoffmarktexperte des bekanntesten deutschen Verkehrsclubs, erwartet weiter steigende Spritpreise. „Es ist zu befürchten, dass die Höchstpreise nicht die letzten bleiben werden“, sagte Albrecht. Bereits vor gut einer Woche hatte der ADAC-Experte gegenüber Merkur.de von neuen Rekordständen gewarnt.*

Unser Wirtschafts-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Entwicklungen aus der Welt der Wirtschaft. Melden Sie sich hier an.

Benzinpreis: Liter Benzin bald durchschnittlich für 2 Euro? Das sagt der Experte

Tendenziell geht der ADAC von weiter steigenden Ölpreisen aus. Ein Benzinpreis von zwei Euro im bundesweiten Tagesdurchschnitt sei aber „in absehbarer Zeit nicht zu erwarten“, lautet die beruhigende These für die nächsten Wochen. „Dafür müsste der Ölpreis in ganz andere Größenordnungen vordringen, als er das zuletzt getan hat.“ Jedoch: Vereinzelt wurde dieser Betrag an deutschen Tankstellen zuletzt bereits aufgerufen* - erst recht an Zapfsäulen nahe der Autobahnen.

Der volatile Ölpreis überschritt erstmals seit Jahren wieder die Marke von 100 Dollar. Allerdings macht der Rohöl-Preis lediglich einen Teil der Kosten an der Tankstelle aus. Dazu kommen gerade in Deutschland mit der hohen Besteuerung sowie den Vertriebskosten entscheidende Punkte hinzu, die nicht vom Ölpreis abhängig sind. (PF mit dpa-Material) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare