Staat verliert Kontrolle über die Deutsche Post

- Bonn - Die Kapitalmehrheit der Deutschen Post liegt knapp fünf Jahre nach dem Börsengang des einstigen Staatsunternehmens in privaten Händen. Die bundeseigene KfW Bank hat 110 Millionen Aktien verkauft und den von Bund und KfW gehaltenen Anteil erstmals unter 50 Prozent gedrückt. 53,8 Prozent der Aktien werden nun privat gehalten. Das sei "der Beginn einer neuen Ära", sagte Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel.

<P>Die reibungslose Transaktion sei ein "bedeutender Zwischenschritt" auf dem Weg zur vollständigen Privatisierung der Post, betonte Zumwinkel. Die KfW habe unter Beweis gestellt, dass sie allgemein erwartete Privatisierungsschritte sensibel und marktschonend umzusetzen verstehe. Zu hoffen sei, dass auch die restlichen noch von KfW und Bund gehaltenen Post-Aktien bis zum Zeitpunkt der völligen Liberalisierung des deutschen Briefmarkts (Ende 2007) am Markt platziert würden.<BR><BR>Für die Post ergäben sich aus der neuen Mehrheit im Privatbesitz verschiedene Vorteile, erläuterte Zumwinkel. Auf Grund der gestiegenen Liquidität in der Aktie steige die Gewichtung in Indizes. Die Investorenbasis vor allem im internationalen Bereich werde sich erweitern. Außerdem werde sich die Wahrnehmung des Unternehmens, insbesondere im Ausland, positiv verändern.<BR><BR>Die Nachfrage für Post-Aktien war sehr hoch. "Bereits nach einem halben Tag konnten wir die Bücher schließen", sagte eine KfW-Sprecherin. Käufer waren institutionelle Anleger in der ganzen Welt.</P><P><BR> </P>

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