Staatsanwaltschaft ermittelt bei EADS

- Paris -­ Pariser Staatsanwälte ermitteln wegen des Verdachts auf Insiderdelikte und Irreführung der Märkte beim Airbus-Mutterkonzern EADS. Die Ermittlungen richten sich "gegen Unbekannt"; ins Visier dürften aber auch die EADS-Großaktionäre Daimler-Chrysler und die französische Lagardère geraten, die vor dem Absturz der Aktie im Juni wegen der Lieferverzögerungen beim neuen Riesen-Airbus A380 jeweils 7,5 Prozent EADS-Anteile mit hohem Gewinn verkauft hatten.

Laut der "Börsen-Zeitung" sollen die Deutsche Bank, die Commerzbank, die WestLB und die bundeseigene KfW den Kern der Investorengruppe bilden, die das weitere 7,5-Prozent-Paket von Daimler-Chrysler mit einem Marktwert von 1,5 Milliarden Euro übernimmt.

Bei EADS steht 2007 nach Brancheninformationen ein Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrates bevor. Der deutsche Co-Verwaltungsratschef Manfred Bischoff werde voraussichtlich als Chefkontrolleur zu Daimler-Chrysler wechseln. Nach Branchenbeobachtern hat Daimler-Chrysler-Vorstand Rüdiger Grube (55), der bereits im EADS-Verwaltungsrat sitzt, die besten Chancen auf die Nachfolge Bischoffs.

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