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Wie kann man hier mit Immobilien Minus machen? Auch in und um München verwaltet „Imby“ große Flächen.

Trotz boomendem Markt

Immobilien-Verwalter machen Millionen-Defizit

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München – Auf dem boomenden, teils überhitzten Markt ist das ein trauriges Kunststück: Bayerns Immobilien-Verwalter machen ein Millionen-Defizit. Nur in der Bilanz – doch wieder ist der Betrieb in den Schlagzeilen.

Die Damen und Herren sind mehr als nur Söders Hausmeister. Für den Staat wickelt „Immobilien Freistaat Bayern“ alle wichtigen Gebäude-Geschäfte ab, kauft, verkauft, mietet, vermietet, kümmert sich um den Unterhalt. Es sind nicht die Prachtbauten, Seen, Schlösser und Nationalparke, aber oft Filetstücke in den Städten und wertvolle Flächen am Land, die „Imby“ bearbeitet. Ein lukratives Geschäft für Bayern – der Staatsbetrieb ist aber in die roten Zahlen gerutscht.

Für 2012 weist der bisher unveröffentlichte Beteiligungsbericht des Freistaats im Fall „Imby“ 2,478 Millionen Euro Jahresfehlbetrag aus – nach sonst zuverlässigen Gewinnen von weit über einer Million Euro in den Vorjahren. Ein „in der Höhe einmaliger bilanztechnischer außerordentlicher Aufwand“ hält offiziell als Grund her. Kein operativer Verlust, teilt das Finanzministerium mit, sondern nur bilanzielles Ausbuchen von Forderungen. Kein Beinbruch also – teurer wird der Staatsbetrieb dennoch: Das Entgelt, das der Staat für die Verwaltung der Immobilien hinblättert, steigt seit Jahren massiv, zuletzt von 12 Millionen auf 14,5 Millionen Euro. Dabei ist die Summe der Geschäfte nicht so üppig: 400 Grundstückssachen wickelten die gut 180 Mitarbeiter 2012 ab, bewegten 74,9 Millionen Euro. 134 Staatserbfälle brachten 6,35 Millionen ein. Beim Staatsbetrieb heißt es als Begründung, man besetze freie Stellen.

Heikel ist die rote Zahl, weil es in der Landespolitik eh schon Groll auf die staatlichen Verwalter gibt. Abgeordnete von Opposition und sogar Regierung fühlen sich unzureichend informiert. Geschäfte werden auch mal hinter dem Rücken des Landtags abgewickelt. „Wir werden häufig zu spät informiert“, sagt die grüne Haushaltspolitikerin Claudia Stamm, man wundere sich auch über manche Verhandlungsergebnisse. Das plötzliche Defizit sei „äußerst merkwürdig“.

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Peinliche Schlagzeilen fing sich „Imby“ zuletzt im März 2013 ein, als ein seltsames Bier-Geschäft publik wurde. In Ingolstadt baute der Staat einen defizitären Biergarten. Zur Erfüllung seiner Aufgaben sei das für den Staat nicht zwingend nötig, merkte der Rechnungshof nüchtern an. Immerhin ging es um 2,4 Millionen Euro. Die Wirtschaftlichkeit sei vorab nicht abgewogen worden. Auch beim Kauf einer Lagerhalle bei München für Material der Staatstheater versenkte Imby Millionen. „Hier ist ziemlich alles schiefgegangen, weil grundlegende Regeln des Haushaltsrechts missachtet wurden“, urteilte der Rechnungshof. Und forderte: „Augen auf.“

Von Christian Deutschländer

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