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Der Autobauer Opel hat nach jüngsten Angaben schon 2008 Milliardenverluste in Deutschland geschrieben. Damit schwinden die Aussichten auf staatliche Sanierungshilfen aus dem Deutschlandsfonds. 

Staatshilfe für Opel äußerst fraglich

Rüsselsheim - Der Autobauer Opel hat nach jüngsten Angaben schon 2008 Milliardenverluste in Deutschland geschrieben. Damit schwinden die Aussichten auf staatliche Sanierungshilfen aus dem Deutschlandsfonds. 

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Das berichtet das “Handelsblatt“. Das Unternehmen wies diese Darstellung am Mittwoch zurück. Nach dem vor wenigen Tagen im Bundesanzeiger veröffentlichten Abschluss fuhr die Adam Opel GmbH 2008 einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro ein. 2007 hatte der Fehlbetrag 363 Millionen Euro betragen. Auch die Eigenkapitaldecke war 2008 auf 200 Millionen Euro geschmolzen, die Eigenkapitalquote sank auf 2,6 Prozent nach 11,2 Prozent im Vorjahr.

Der Autobauer litt zuletzt immer wieder unter Liquiditätsengpässen. “Die Ziffern verstärken Zweifel, ob Opel die strengen Kriterien für die beantragten Staatsgelder erfüllt“, schreibt das “Handelsblatt. Denn Hilfen aus dem Deutschlandfonds sind an strenge Kriterien gebunden. So müssen Unternehmen nachweisen, dass sie zum 1. Juli 2008 noch keine wirtschaftlichen Probleme hatten: Die Regelung ist auf Opfer der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise begrenzt. Ein Opel-Sprecher erklärte auf Anfrage, die Adam Opel GmbH des Jahres 2008 sei mit der heutigen Opel/Vauxhall-Gesellschaft nicht vergleichbar. Der jetzt veröffentlichte Jahresabschluss umfasse nur die deutschen Werke.

Seit Mai 2009 gehört aber das gesamte Europageschäft von Opel und der Schwestermarke Vauxhall zur Adam Opel GmbH: “Das umfasst alle Werke und Vertriebsorganisationen in Europa.“ Opel-Chef Nick Reilly hatte einen Antrag auf deutsche Staatshilfen über 1,5 Milliarden Euro gestellt. Zur Bewertung, ob Opel Staatshilfen aus dem Deutschlandsfonds erhalten könne, müsse das gesamte heutige Unternehmen betrachtet werden, betonte der Sprecher: “Die Adam Opel GmbH war zum Stichtag 1. Juli 2008 kein Unternehmen in Schwierigkeiten“. Das sei auch Voraussetzung für den Brückenkredit im vergangenen Jahr gewesen, mit dem Bund und Länder den Autobauer monatelang über Wasser hielten. Die inzwischen aufgelöste Europaorganisation der US-Mutter General Motors mit der Hauptmarke Opel hatte 2008 nach früheren Angaben einen operativen Verlust von 2,3 Milliarden Euro eingefahren.

dpa

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