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Die angekündigte Schließung der Zentrale von Eon Energie in München sorgt für neuen Zündstoff in der Staatsregierung.

Staatsregierung streitet über Eon-Pläne

München – Die angekündigte Schließung der Zentrale von Eon Energie in München sorgt für neuen Zündstoff in der Staatsregierung.

Während Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) Verständnis für die Entscheidung von Eon äußerte, forderte CSU-Wirtschaftsexperte Erwin Huber die Staatsregierung auf, frühere Standort-Zusagen von Eon durchzusetzen. Notfalls müsse Ministerpräsident Horst Seehofer seinen „guten Draht“ zu Eon-Chef Johannes Teyssen aktivieren, sagte Huber gegenüber dem Münchner Merkur (Freitagsausgabe).

Eon will nach Angaben des Betriebsrates die Zentrale von Eon Energie in München schließen. Betroffen wären rund 400 Mitarbeiter. Insgesamt hat der Konzern einen Jobabbau von weltweit bis zu 11 000 Stellen angekündigt. Teyssen begründet den radikalen Sparkurs mit dem Atomausstieg. Der Betriebsrat kritisierte den Abbau scharf.

Huber verwies auf einen Vertrag zwischen den Eon-Vorgängerunternehmen Viag und Veba und dem Freistaat aus dem Jahr 2000. „Die Staatsregierung muss sich auf diesen Vertrag berufen und einfordern, dass diese Garantien für München und Bayern hinsichtlich der Arbeitsplätze und Einrichtungen eingehalten werden“, sagte Huber gegenüber dem Blatt. Als damaliger Leiter der Staatskanzlei war Huber an den Gesprächen über die Fusions-Bedingungen beteiligt.

Der CSU-Landtagsabgeordnete Markus Blume sieht vor allem Zeil in der Pflicht. „Es bewahrheitet sich einmal mehr, dass die FDP und Minister Zeil mit aktiver Wirtschaftspolitik nicht viel anfangen können.“ Zeil konterte gegenüber dem MÜNCHNER MERKUR: „Es überrascht mich schon, dass einige aus der CSU, die von mir heute noch größere Aktivitäten einfordern, offenbar damals – im Jahr 2000 – nicht in der Lage waren, eine wasserdichte Standort-Garantie durchzusetzen.“

mm

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