Erdogan rüffelt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"

Erdogan rüffelt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"
+
Die Preise für Brot und Brötchen sollen stabil bleiben.

Stabile Preise bei Brot und Brötchen

Düsseldorf - Die Preise für Brot und Brötchen werden voraussichtlich nicht steigen, sagt der Verband der Deutschen Großbäcker. Engpässe könnte es bei Leinsaat-Brot geben.

Die Verbraucher können bei Brot und Brötchen im Lebensmittelhandel mit stabilen Preisen rechnen. Derzeit seien Erhöhungen nicht zu erwarten, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien, Helmut Klemme, am Donnerstag in Düsseldorf. Auf der einen Seite hätten sich die Rohstoffmärkte unter anderem bei Getreide entspannt. Auf der anderen Seite seien die Energiekosten der Großbäckereien aber deutlich gestiegen. Deshalb geht der Verbandschef insgesamt von weitgehend stabilen Preisen aus.

Aktionsangebote wie “Brot des Tages“ oder “zwei Brote zum Preis von einem“ nehmen nach seiner Beobachtung zu. Die Großbäckereien beliefern Supermärkte und Lebensmittel-Discounter mit Backwaren. Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte mit Backstationen werde von derzeit 12.000 in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Die Backstationen würden von Großbäckereien mit vorgebackenen oder tiefgefrorene Teiglingen beliefert. Bereits jetzt habe der Lebensmittelhandel einen Anteil von 40 Prozent am Backwarenmarkt.

Je 30 Prozent des Marktes entfielen auf die großen Filialketten sowie auf die Handwerksbäckereien mit einer Backstube hinten und einem Verkauf vorn. Die Zahl der Unternehmen im Backwarenmarkt sinke von Jahr zu Jahr auf zuletzt rund 16.000. Der Umsatz der Branche wurde mit mehr als 16 Milliarden Euro beziffert. “Die rund 35.000 Arbeitsplätze in deutschen Großbäckereien sind sicher“, betonte Klemme.

Engpass bei Leinsaat-Brot

Brot und Backwaren hätten sich auch in der Krise behauptet. 2008 habe jeder Bundesbürger statistisch gesehen rund 56 Kilogramm Brot und Backwaren verzehrt. Das Wegwerfen von altem Brot in den privaten Haushalten nehme in der Krise etwas ab. Brot, dass der Handel nicht verkaufe, werde als Tierfutter genutzt. Der Handel wolle auch bei verlängerten Öffnungszeiten volle Regale bieten. Der Verband der Großbäckereien schätzt, dass letztlich etwa jedes fünfte bis vierte Brot nicht im Magen der Verbraucher landet.

Bei der Spezialität Leinsamen-Brot sei mit Engpässen zu rechnen. Bei regelmäßigen Qualitätskontrollen der Rohstoffe sind laut dem Verband in Leinsaat aus Kanada Spuren einer gentechnisch veränderten Sorte entdeckt worden. “Diese Leinsaat ist zwar gesundheitlich unbedenklich, gleichwohl stellt ihre Lieferung einen klaren Verstoß gegen die strikten Lieferbedingungen der Großbäckereien und gegen das geltende EU-Recht dar“, erklärte Hauptgeschäftsführer Helmut Martell.

Die betroffenen Unternehmen hätten die Verwendung sofort eingestellt und seien auf Lieferungen aus anderen Regionen umgestiegen oder hätten die Produktion von Leinsamenbrot vorübergehend eingestellt. Kanada sei Hauptlieferant von Leinsaat in Deutschland. Dass die gentechnisch veränderte Leinsaatsorte in geringen Spuren bereits in den Verzehr gelangt ist, könne der Verband nicht ausschließen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen
Eschborn (dpa) - Wegen der kühlen Witterung in den Wintermonaten des Jahres 2016 mussten viele Haushalte in Mehrfamilienhäusern laut einer Analyse mehr heizen als im …
Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen
Stromnetz nicht vorbereitet für Ausbreitung von E-Autos
Der Bund erwartet eine EU-Quote für Elektroautos - doch das ächzende deutsche Stromnetz ist auf eine massenhafte Verbreitung von E-Mobilen gar nicht vorbereitet. Eng …
Stromnetz nicht vorbereitet für Ausbreitung von E-Autos
Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer
Damit die Luft in Städten besser wird, sollen alte Diesel runter von der Straße - das war ein Ergebnis des Dieselgipfels. Autobauer bieten Prämien für Kunden, die sich …
Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer
Machnig zu Wöhrl-Angebot: Air Berlin braucht mehrere Partner
Der Bund hält nichts von einer Komplett-Übernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin durch den Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl.
Machnig zu Wöhrl-Angebot: Air Berlin braucht mehrere Partner

Kommentare