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Harald Strötgen,Vorstandsvorsitzender derStadtsparkasse München.

Für soziale Projekte

Stadtsparkasse schüttet Millionen an München aus

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München - Die Stadt München bekommt auch in diesem Jahr fünf Millionen Euro von ihrer Stadtsparkasse - als Gewinnausschüttung für soziale Zwecke.

Zusammen mit den Stiftungen der Sparkasse werden so zehn Millionen Euro für soziale Projekte zur Verfügung stehen. Die Zahlung bleibt stabil, obwohl das Institut nur eine durchwachsene Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres zog. „Insgesamt können wir ein ganz gutes Ergebnis vermelden“, sagte Vorstandschef Harald Strötgen. Tatsächlich sehen die Zahlen auf den ersten Blick gut aus: Das Betriebsergebnis nach Bewertungen ist sogar um 22 Prozent auf nun 120,6 Millionen Euro gestiegen. Allerdings liegt das daran, dass die Abschreibungen auf Beteiligungen wie die Bayerische Landesbank deutlich geringer ausgefallen sind als noch 2011. Beim operativen Geschäft musste die Stadtsparkasse aber einen Rückgang vermelden. Das Betriebsergebnis vor Bewertungen sank um 14,4 Prozent auf nun noch 125,6 Millionen Euro.

Ursache des Rückgangs ist die anhaltende N iedrigzinsphase. Das werde wohl auch 2013 und 2014 so bleiben, sagte Strötgen. „Unsere Leistung war gut und hätte wohl bei einer normalen Zinssituation ein Rekordergebnis gebracht“, sagte er. Vorstand Thomas Grützemacher sagte, man müsse „das Verhältnis von Aufwand und Ertrag“ verbessern.

Doch das könnte schwierig werden, denn die Stadtsparkasse will ihre Probleme mit den niedrigen Zinsen nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter lösen. „Wir nutzen die natürliche Fluktuation, um die Verwaltungskosten  nach Möglichkeit zu senken“, sagte Grützemacher. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man vermeiden und es gebe auch keine Zielgröße, wie viele Stellen durch die Fluktuation abgebaut werden sollen, betonte Strötgen. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Mitarbeiter von 2430 auf 2350. Da sie keine Verantwortung für die niedrigen Zinsen tragen, habe man sich entschieden, einen Bonus von 1000 Euro für jeden Vollzeitmitarbeiter und von 350 Euro für Auszubildende auszuzahlen, so Strötgen (wir berichteten).

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Zudem gründete die Stadtsparkasse eine Kundestiftung, in die Münchner auch kleine Beträge einzahlen können, um ohne eigene Stiftung Gutes tun zu können.

Philipp Vetter

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