Sparkasse: Fünf Millionen Euro an Stadt München

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München – Die Stadtsparkasse München will trotz sinkender Gewinne auch in diesem Jahr 5 Millionen Euro an ihre Eigentümerin, die Stadt München, ausschütten.

Einen Erfolgsbonus für alle Mitarbeiter wie in früheren Jahren soll es hingegen nicht geben. Das Ergebnis vor Steuern wurde im vergangenen Jahr vor allem durch die niedrigen Zinsen belastet und sank um gut zwölf Prozent auf 105,7 Millionen Euro. Bei den Kundeneinlagen und den ausgegebenen Krediten konnte das Institut hingegen leichte Zuwächse vermelden. Der neue Vorstandschef Ralf Fleischer sprach daher auch von einem Ergebnis, mit dem er „vollauf zufrieden“ sei. „Das ist keineswegs selbstverständlich angesichts des veränderten Umfelds.“

Neben den niedrigen Zinsen gehöre zu dem neuen Umfeld auch das veränderte Verhalten der Kunden. Die kommen immer seltener in die Filialen, sondern erledigen ihre Geschäfte vom heimischen Computer aus. Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadtsparkasse auf diesen Trend reagiert, indem neun von 89 Geschäftsstellen in Selbstbedienungsfilialen umgewandelt wurden. Es habe darüber keine einzige Beschwerde von Kunden gegeben, berichtete Fleischer. Pläne, weitere Filialen umzuwandeln oder gar zu schließen, gebe es derzeit nicht. „Die Entscheidung, ob eine Filiale geschlossen wird, trifft nicht der Vorstand, sondern der Kunde durch seine Nutzung“, sagte Fleischer.

Die persönliche Bilanz von Ralf Fleischer nach knapp 100 Tagen auf dem Posten des Vorstandschefs fällt durchweg positiv aus: „Ich fühle mich sehr wohl in der Stadt und in der Stadtsparkasse“, sagte er. „Ich habe aus meiner Sicht alles richtig gemacht.“

Philipp Vetter

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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