Stammen Schrottmünzen für Bundesbank-Betrug aus Südeuropa?

Hamburg - Die für den Betrug an der Bundesbank in Millionenhöhe verwendeten Euro-Schrottmünzen stammen womöglich aus südeuropäischen Ländern.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“ meldete am Samstag vorab, die Ermittler hätten unter den bei einer Razzia am Mittwoch sichergestellten rund drei Tonnen Münzschrott auffällig viele Teile aus Italien und Griechenland gefunden. Die Fahnder vermuteten, dass die Messingringe und Kupfernickelkerne nur unzureichend entwertet und danach auf den internationalen Rohstoffmärkten verkauft worden seien, schreibt das Blatt.

Bei der Razzia am Mittwoch im Rhein-Main-Gebiet und in Fulda wurden zehn Wohnungen und Firmenräume durchsucht. Neben dem Münzschrott, schriftlichen Unterlagen und Computern wurde eine Maschine gefunden, mit der voneinander getrennte Münzteile wieder zusammengesetzt werden können. Eine Bande soll Teile von ausgemusterten Münzen oder wieder zusammengesetzte Schrottmünzen aus China nach Deutschland re-importiert und sie bei der Bundesbank gegen gültiges Geld umgetauscht haben. Der Schaden wird auf rund sechs Millionen Euro geschätzt.

Dafür sollen die Betrüger rund 29 Tonnen an 1- und 2-Euro-Münzen umgetauscht haben. Bislang wurden sechs Beschuldigte verhaftet.

dapd

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