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Der Industriestandort Bayern hat weltweit Spitzenqualität

Studie

Standortqualität: Nur Schweden besser als Bayern

München - Der Industriestandort Bayern hat weltweit Spitzenqualität: Nur Schweden schnitt in einer Studie der IW Consult besser ab als der Freistaat. Verglichen wurden 45 Wirtschaftsstandorte weltweit.

Gegenüber der Untersuchung von vor einem Jahr hat sich Bayern damit noch um einen Platz verbessert. Deutschland insgesamt belegte Rang 6 und machte damit ebenfalls einen Platz gut.

Über ein Viertel der gesamten Wertschöpfung im Freistaat wird in der Industrie erzielt, stellt die Studie fest. Damit hat Bayern weltweit die vierthöchste Industriedichte. Während die meisten anderen Länder eine Deindustrialisierung erleben, legt das Gewicht des verarbeitenden Gewerbes in Bayern sogar noch zu.

In fünf von sechs Teilbereichen der Untersuchung lag Bayern unter den Top 10. Schlecht schnitt der Freistaat nur bei den Kosten ab – dabei allerdings sehr schlecht: Rang 37. Das gilt sowohl für die Arbeits- als auch für die Energiekosten. Besonders gut lag Bayern dagegen bei den Unterpunkten Wissen (weltweit Platz 2) und bei Infrastruktur (wobei es hier einen Abstieg von Platz 1 auf Platz 4 gab).

Im Mittelpunkt der Studie, die von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) in Auftrag gegeben wurde, stand die Frage, welche Aspekte für die Investitionsentscheidung von Unternehmen relevant sind. Vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt warnt jedoch vor Selbstzufriedenheit: „Der Erfolg Bayerns ist kein Selbstläufer.“ Vielmehr sei die Stärkung des Standortes eine Daueraufgabe, zumal der Wettbewerbsdruck durch Länder wie China, aber auch Mexiko und Südkorea stetig zunehme.

mm

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