Heftige Unwetter wüten in Bayern: Mehrere Orte unter Wasser - dramatische Rettungsaktion für weggespülte Autofahrer

Heftige Unwetter wüten in Bayern: Mehrere Orte unter Wasser - dramatische Rettungsaktion für weggespülte Autofahrer
Starbucks will die von der Bundesregierung bechlossene Mehrwertsteuer-Senkung laut einem Bericht nicht an die Kunden weitergeben.
+
Starbucks will die von der Bundesregierung bechlossene Mehrwertsteuer-Senkung laut einem Bericht nicht an die Kunden weitergeben.

Hoffnungen enttäuscht

Mehrwertsteuer-Senkung: Starbucks-Reaktion sorgt für Empörung - „Schäbiges Verhalten“

  • Alicia Greil
    vonAlicia Greil
    schließen

Die Mehrwertsteuer-Senkung gilt seit Anfang Juli, doch Starbucks-Kunden werden davon wohl nichts zu spüren bekommen. Einem Bericht zufolge soll der Konzern die Einsparungen nicht weitergeben. 

  • Seit 1. Juli ist die von der Bundesregierung infolge der Corona-Krise beschlossene Mehrwertsteuer-Senkung gültig.
  • Ein Bericht enthüllte nun, dass Starbucks die Einsparungen aus dieser Maßnahme offenbar nicht an die Kunden weitergeben will.
  • Besonders aus der Linken-Fraktion hagelt es nun Kritik. 

Berlin - Die Mehrwertsteuer-Senkung* an die Kunden weitergeben? Das hat die US-Café-Kette Starbucks einem Medienbericht zufolge offenbar nicht vor. Von den Einsparungen aus der seit Juli geltenden Steuersenkung werden Starbucks-Kunden daher wohl nicht profitieren. Das berichtete der Berliner Tagesspiegel am Samstag unter Verweis auf eine interne E-Mail an deutsche Starbucks-Partner. „Das bedeutet, dass sich für die Verkaufspreise keine Änderungen ergeben“, heißt es in der Mail. Und die sind mit beispielsweise mehr als vier Euro für einen großen Café Latte ohnehin schon gesalzen.

Starbucks rechtfertigt Entscheidung zu Steuersenkung mit Lohnsteigerungen

Am Rest Coffee Deutschland, der Betreiber beinahe aller deutschen Starbucks-Filialen, rechtfertigt die Entscheidung demnach mit den langfristigen Perspektiven der Kette. Der Konzern wolle an dem im März verkündeten Tarifvertragsabschluss festhalten und der vereinbarten schrittweisen Lohnsteigerung von durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr nachkommen. „Die Mehrwertsteuer-Senkung gibt uns hierfür einen flexibleren Handlungsspielraum“, hieß es auf Nachfrage des Tagesspiegel.

Die Bundesregierung hatte die Steuersenkung zuvor im Rahmen ihres Konjunkturpakets beschlossen, um den Konsum nach der Corona*-Krise wieder anzukurbeln. Doch nun sehen sich Kritiker dieser Corona-Maßnahme am Beispiel Starbucks bestätigt. „Solche Beispiele zeigen: Die befristete Mehrwertsteuer-Senkung ist vor allem ein Steuerscheck für Konzerne mit großer Marktmacht“, kritisierte der Linken-Finanzpolitiker Victor Perli dem Tagesspiegel zufolge. „Mit Starbucks profitiert ein Konzern von der Steuersenkung, der in Deutschland ohnehin kaum Steuern zahlt und dessen Mitarbeiter kaum mehr als den Mindestlohn bekommen. Das Verhalten ist schäbig.“ 

Doch offenbar hat die Corona-Krise auch den Starbucks-Konzern hart getroffen. Laut einem Bericht von euronews sollen allein in Nordamerika 400 Filialen schließen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie im nachfolgenden Video.

Starbucks gibt Steuersenkung nicht weiter - und erntet dafür scharfe Kritik

Dennoch kritisierte auch Amira Mohamed Ali, Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, die Entscheidung von Starbucks deutlich. „Dass Starbucks die Mehrwertsteuer-Senkung nicht an die Verbraucher weitergibt, sondern zur eigenen Profitmaximierung nutzt, ist empörend“, sagte sie in einem Statement. Und sie zieht ebenfalls die Bundesregierung zur Verantwortung. Auch auf Twitter machte Mohamed Ali ihrem Ärger Luft.

„Anstatt Gelder mit der Gießkanne zu verteilen und so auch die Profite von Steuerprellern wie Amazon und Starbucks zu erhöhen, sollten die, die es brauchen, die kleinen und mittleren Unternehmen, viel stärker unterstützt werden“, fordert Mohamed Ali. „Starbucks wird am Ende nur eines von vielen Unternehmen sein, das sich jetzt mit Unterstützung der Bundesregierung auf Kosten der Steuerzahler bereichert“, ist sich die Linken-Fraktionsvorsitzende sicher. 

Ganz anders gehen Discounter wie Aldi mit der Mehrwertsteuer-Senkung um. Der Konzern und auch Konkurrenten wie Lidl und Globus gaben nicht nur die Steuersenkung an die Kunden weiter, sondern setzen sogar noch einen drauf. (AFP/cia) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Einer Studie zufolge geht von Einwegbechern Gefahr für die Gesundheit aus - vor allem die Jüngsten könnten davon betroffen sein.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Auto-Branche in der Corona-Krise: Ein deutscher Hersteller ist der große Gewinner
Die Corona-Pandemie hat den Automobil-Herstellern weltweit schwer zugesetzt. Allen Automobil-Herstellern? Nein. Ein Sportwagen-Hersteller hört nicht auf, Gewinne zu …
Auto-Branche in der Corona-Krise: Ein deutscher Hersteller ist der große Gewinner
Rekordtief! Nächste Lira-Krise in der Türkei - Experte hat düstere Prognose und sieht nur einen Ausweg für Erdogan
Die türkische Lira rauscht derzeit hinab in ein tiefes Tal. Präsident Recep Tayyip Erdogan scheint sich aber keinerlei Sorgen um diese Entwicklung zu machen. Ganz im …
Rekordtief! Nächste Lira-Krise in der Türkei - Experte hat düstere Prognose und sieht nur einen Ausweg für Erdogan
Immobilienkäufer legen mehr Wert auf Sicherheit
Die Niedrigzinsen sind eine Last für Sparer, Immobilienkäufer hingegen profitieren - und sichern sich günstige Kreditkonditionen immer länger, wie eine Analyse zeigt. …
Immobilienkäufer legen mehr Wert auf Sicherheit
Uniper sorgt sich um Nord Stream 2
Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper spielt bei der deutschen Gasversorgung eine wichtige Rolle. Mit vielen Millionen Euro hat er sich an der Finanzierung der …
Uniper sorgt sich um Nord Stream 2

Kommentare