+
AMS hat angekündigt, einen zweiten Anlauf für eine Osram-Übernahme zu unternehmen. Foto: Matthias Balk/dpa

Kräftiges Wachstum

Starke Zahlen geben AMS Rückenwind für Osram-Übernahme

Die deutlich kleinere AMS will Osram übernehmen. Kräftiges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal stützt den ambitionierten Plan.

Premstätten (dpa) - Ein Gewinnsprung im dritten Quartal gibt dem österreichischen Sensorspezialisten AMS Rückenwind für die geplante Übernahme von Osram. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 142 Millionen Euro, wie es mitteilte.

Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Auch der Umsatz legte kräftig zu: 580 Millionen Euro entsprechen einem Zuwachs von 41 Prozent.

AMS profitierte dabei von gut laufenden Geschäften mit Smartphoneherstellern. In den Bereichen Automotive und Industrie sah sich das Unternehmen dagegen ungünstigeren Marktbedingungen gegenüber. Auch für das laufende vierte Quartal ist das Unternehmen zuversichtlich. Die operative Marge soll "mindestens das Niveau des dritten Quartals erreichen".

AMS-Chef Alexander Everke betonte, er sei "zuversichtlich", dass das aktuelle Angebot für Osram erfolgreich sein werde. Dadurch dass die Investoren Bain Capital und Advent auf ein eigenes Gebot verzichteten, sei die Angebotslage "sehr klar", sagte er.

In der Endphase des ersten Angebots durch AMS hatten die beiden Investoren angekündigt, ein eigenes Angebot zu prüfen. Dies könnte Anleger dazu veranlasst haben, in der Hoffnung auf einen höheren Preis abzuwarten und das Angebot von AMS nicht anzunehmen.

Bei AMS erwartet man zudem, dass die laufenden Gespräche mit Osram helfen werden, die Annahmeschwelle diesmal zu erreichen. Man sei in Diskussion über und auf Kurs für ein angepasstes Kooperationsabkommen, erklärte das Unternehmen.

AMS hatte am Freitag angekündigt, einen zweiten Anlauf für eine Osram-Übernahme zu unternehmen. Das Unternehmen will erneut 41 Euro je Aktie bieten, die Mindestannahmeschwelle aber von 62,5 auf 55 Prozent senken. Im ersten Anlauf hatte AMS rund 52 Prozent erreicht. Die Genehmigung der Finanzaufsicht Bafin steht noch aus. AMS erwartet sie bis Ende Oktober. Dann könnte die Angebotsfrist beginnen.

Sollte das Angebot erfolgreich sein, würde das die Verschuldung von AMS stark nach oben treiben. Einen Teil davon soll eine geplante Kapitalerhöhung um 1,6 Milliarden Euro auffangen, die im Fall einer erfolgreichen Übernahme noch im Dezember stattfinden soll.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Elon Musk: Tesla baut Fabrik bei Berlin
Tesla-Chef Elon Musk sorgt in Berlin für eine Sensation: Die europäische Fabrik des Elektroauto-Herstellers wird in der Nähe der deutschen Hauptstadt gebaut. Mehrere …
Elon Musk: Tesla baut Fabrik bei Berlin
Tesla-Chef Elon Musk überrascht mit Ankündigung: Mega-Fabrik in Berlin
Tesla-Chef Elon Musk sorgt in Berlin für eine Sensation: Die europäische Fabrik des Elektroauto-Herstellers wird in der Nähe der deutschen Hauptstadt gebaut. Mehrere …
Tesla-Chef Elon Musk überrascht mit Ankündigung: Mega-Fabrik in Berlin
Anleger wieder optimistischer - Dax zeitweise auf Jahreshoch
Frankfurt/Main (dpa) - Ein Mix aus guten Geschäftszahlen, Hoffnung im Handelsstreit und Rekorden an den US-Börsen hat den Dax am Dienstag wieder nach vorne gebracht. Der …
Anleger wieder optimistischer - Dax zeitweise auf Jahreshoch
Vorerst keine neuen Streiks bei Lufthansa
Der zweitägige Streik der Flugbegleiter in der vergangenen Woche hat bei Lufthansa ein Umdenken bewirkt. Der Konzern steigt in eine komplizierte Schlichtung mit der …
Vorerst keine neuen Streiks bei Lufthansa

Kommentare