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BMW verkauft so viele Autos wie nie zuvor

Neuer Absatzrekord in Sicht

BMW verkauft so viele Autos wie nie zuvor

München - BMW verkauft so viele Autos wie nie zuvor. Mehr Geld spült das nicht in die Kassen der Münchner, zu hoch sind die Ausgaben etwa für neue Technik und Produkte. Die Investitionen sollen sich später auszahlen.

BMW verkauft so viele Autos wie nie zuvor. Doch wie beim Verfolger Audi machen sich die Absatzrekorde in der Kasse kaum bemerkbar. Umsatz und Gewinn treten auf der Stelle - auch wenn die Nobelmarken im Vergleich zu manch schwächelndem Massenhersteller nach wie vor glänzend da stehen. Der Umsatz der Münchner lag mit knapp 18,8 Milliarden Euro ganz leicht unter dem Wert des dritten Jahresviertels 2012, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Weltweit verkaufte BMW im dritten Quartal fast 482 000 Autos - ein Plus von 10,7 Prozent und Rekord. Dazu trugen alle Konzernmarken, also BMW, Mini und Rolls-Royce bei. „Wir sind nach dem guten dritten Quartal auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen“, sagte Konzernchef Norbert Reithofer. Die lauten: neuer Absatzrekord und ein Vorsteuergewinn auf dem Niveau von 2012.

Angesichts hoher Ausgaben für neue Produkte und gewachsener Personalkosten schrumpfte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im vorletzten Jahresabschnitt aber um fast 4 Prozent auf gut 1,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich allerdings legte BMW beim Gewinn leicht um etwas mehr als 3 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro zu - vor allem eine geringere Steuerlast macht sich hier bemerkbar.

Es sind es nicht nur negative Effekte, die den Konzernen auf die Bilanz drücken: BMW und Audi geben derzeit viel Geld für den Ausbau ihrer Fabriken, neue Technologien und Produkte aus. Diese Investitionen sollen sich später auszahlen und angesichts der brummenden Automärkte vor allem in Fernost und den USA können sich die Hersteller das gerade jetzt auch leisten. Doch auch andere Effekte machen sich in den Bilanzen bemerkbar, etwa der Euro.

BMW musste beim Umsatz sogar einen minimalen Rückgang verkraften - und das, obwohl der Absatz um mehr als 10 Prozent stieg. Neben dem schlechteren Produktmix - vor allem kleinere Modelle, die weniger Umsatz bringen, schoben die Verkaufszahlen an - dürfte das auch am starken Euro liegen. Die ungünstigen Wechselkurse hatten schon Europas größtem Autobauer Volkswagen zuletzt einen Umsatzrückgang eingebrockt. Durch die starke Heimatwährung steuern selbst beste Verkaufszahlen außerhalb der Eurozone weniger zum Umsatz bei.

dpa

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