Starker Euro, hohe Rohstoffpreise: BMW-Ergebnis unter Erwartungen

München - Im dritten Quartal wuchs der Vorsteuergewinn einmal mehr deutlich langsamer als der Umsatz.

Der Autobauer BMW leidet weiter unter dem starken Euro und den hohen Rohstoffpreisen. Während die Erlöse dank starker Absatzzuwächse um gut 19 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro zulegten, wuchs das Ergebnis vor Steuern nur um gut sechs Prozent auf 765 Millionen Euro. Dennoch bekräftigte Konzernchef Norbert Reithofer am Dienstag die Jahresprognose. Bereinigt um einen Sondereffekt solle der Gewinn über dem Rekordwert des Vorjahres liegen.

BMW schnitt damit im dritten Quartal beim Vorsteuergewinn schlechter ab als von Analysten erwartet. Die Umsatzrendite im Automobilgeschäft sank leicht auf 5,4 Prozent. Analysten hatten hier auf eine Trendwende gehofft. An der Börse sank der Kurs der BMW-Aktie am Dienstag zwischenzeitlich um knapp vier Prozent auf gut 43 Euro.

In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um gut elf Prozent auf 40,4 Milliarden Euro. Das Vorsteuer-Ergebnis ging um gut 17 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Euro zurück. Bereinigt um einen positiven Sondereffekt aus einer Umtauschanleihe im Vorjahr betrug der Rückgang noch gut neun Prozent. Um die Prognose erfüllen zu können, benötigt BMW noch ein starkes viertes Quartal. Bereinigt um den Sondereffekt hatte der Konzern im vergangenen Jahr vor Steuern 3,75 Milliarden Euro verdient. Dieser Wert soll nun noch übertroffen werden. (dpa)

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