Rezessionsängste belasten Tokios Börse

Tokio - Der starke Yen und miserable Konjunkturdaten für Japan haben am Montag den Börsianern in Tokio die Laune vermiest.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zum Handelsschluss ein deutliches Minus von 81,16 Punkten oder 0,93 Prozent beim Stand von 8676,44 Punkten. Es ist das erste Mal seit vier Wochen, dass der Nikkei unter die psychologisch wichtige Marke von 8700 Punkten rutschte. Der breit gefasste Topix gab ebenfalls deutlich um 8,16 Punkte oder 1,12 Prozent auf den Stand von 722,58 Zählern nach.

Kurz vor Handelsauftakt hatte die Regierung in Tokio mitgeteilt, dass die Wirtschaft des Landes im dritten Quartal des laufenden Kalenderjahres um eine hochgerechnete Jahresrate von 3,5 Prozent geschrumpft sei. Japan steckt nach den Worten von Wirtschaftsminister Seiji Maehara möglicherweise bereits in einer erneuten Rezession. Viele Ökonomen hatten allerdings mit einem noch deutlicheren Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet. Mindestens ebenso wie die Konjunkturdaten belastete der starke Yen die Stimmung an den Märkten.

Der Euro notierte zum Yen um 15.00 Uhr Ortszeit leichter mit 101,18-21 Yen nach 101,35-39 Yen am späten Freitag. Zum Dollar lag er bei 1,2729-33 Dollar nach 1,2753-54 Dollar. Der Dollar wurde zum Yen wenig verändert mit 79,49-53 Yen gehandelt nach 79,46-50 am Freitag. Der starke Yen belastet Japans Exporterlöse. Sie sind weiterhin der wesentliche Antriebsmotor der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt.

dpa

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