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Der Winterschlussverkauf lockt mit zahlreichen Schnäppchen.

Start zum Winterschlussverkauf

Berlin - Mit hohen Rabatten bis zu 70 Prozent hat am Montag der Winterschlussverkauf (WSV) im deutschen Einzelhandel begonnen. Vor allem Modegeschäfte wollen ihre Lager mit Winterkleidung räumen.

“Es muss jetzt wirklich alles raus“, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Branchenverbands. Nach zahlreichen Sonderaktionen in den vergangenen Wochen gingen Kauflustige aber vielerorts eher routiniert auf Schnäppchenjagd. “Kampfszenen an den Wühltischen sind passé“, hieß es beim Landesverband des Bayerischen Einzelhandels. Seit dem Wegfall der gesetzlichen Beschränkungen 2004 koordiniert der Handel die Schlussverkäufe im Winter und Sommer selbst auf freiwilliger Basis.

“Der Winterschlussverkauf ist unabdingbar, die Kunden erwarten das. Und für die Händler ist er von großer Bedeutung“, sagte Wolfgang Brakhane vom Bremer Einzelhandelsverband Nordsee. Bundesweit beteiligen sich nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) mehr als zwei Drittel der Geschäfte am meist zweiwöchigen WSV. Neben dem Modehandel machen auch Möbelgeschäfte, Bau- und Elektromärkte mit. Vor allem für Geschäfte in kleineren und mittelgroßen Städten sind die traditionellen Termine weiterhin ein Höhepunkt.

Preisnachlässe von 70 Prozent und teils sogar mehr können Kunden vor allem bei Winterware wie warmen Jacken, Pullovern, Schuhen und Schals erwarten. Wegen der Kälte seit Weihnachten seien zwar schon mehr Teile verkauft worden als in vorigen Jahren, sagte der Sprecher des Einzelhandelsverbandes Niedersachsen, Ullrich Tiemann. “Wenn man aber fündig wird, hat man ein echtes Schnäppchen.“ Auswahl sei vorhanden, aber oft nicht mehr in allen Größen und Farben. “Die lila Daunenjacke gibt's vielleicht nur noch in Größe 34 oder 44, aber nicht mehr in 38 und 40.“ Weil viele Läden schon nach Weihnachten die Preise gesenkt haben, rechnet der bayerische Verband nun nicht mit massiven Umsatzsprüngen.

“Wir haben herrlich kaltes Winterwetter, die Einzelhändler sind optimistisch“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Günter Päts, der dpa. Auch Baumärkte machten mit: “Schneeschieber und ähnliches Gerät muss jetzt verkauft werden.“ Zudem soll restliche Weihnachtswaren vom Tisch.

dpa

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