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MTU startet mit einem Kursplus an der Börse: 21,30 Euro pro Aktie

- München - Mit einem Kursplus von zunächst vier Prozent ist Deutschlands größter Triebwerkshersteller MTU an der Börse gestartet. Die Aktie legte zu Handelsbeginn in Frankfurt auf 21,89 Euro zu und lag damit über dem Ausgabepreis von 21 Euro. Am Nachmittag lag die Aktie bei 21,30 Euro. MTU-Chef Udo Stark sagte, das Unternehmen habe gute Perspektiven: "Wir sind am Anfang eines guten Zyklus in der Flugzeugbranche." Die MTU Aero Engines Holding AG, München, beschafft sich durch den Börsengang 304 Millionen Euro frisches Kapital und will in diesem Jahr Umsatz und Ergebnis steigern. MTU gilt als Kandidat für den M-Dax.

"Umsatz und Ergebnis werden gut über 2004 liegen", bekräftigte Stark. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten 7400 Mitarbeiter rund zwei Milliarden Euro Umsatz und einen Überschuss von 0,2 Millionen Euro. "Der Börsengang ist ein Motivationsschub für das ganze Unternehmen und hilft uns, eine breite Eigentümerstruktur und eine gute Kapitalbasis für weiteres Wachstum zu schaffen", sagte Stark.<BR><BR>Deutsche Privataktionäre sicherten sich nach MTU-Angaben 17 Prozent der Papiere, 21 Prozent wurden bei institutionellen Anlegern in Deutschland platziert. Der Rest ging an institutionelle Anleger im Ausland, vor allem in Großbritannien und den USA. Die Aktien befinden sich zu fast 65 Prozent in Streubesitz. Der bisherige Hauptanteilseigner, der US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR), verringerte seinen Anteil von knapp 92 auf 29,3 Prozent.<BR><BR>Der Börsengang war nach Unternehmensangaben siebenfach überzeichnet. Trotz der hohen Nachfrage hatte MTU die Preisspanne von 19 bis 22 Euro nicht ausgeschöpft. 35,65 Millionen Aktien wurden ausgegeben.<BR>Der zunehmende Druck mächtiger angelsächsischer und US-amerikanischer Anleger auf die Führung deutscher Unternehmen sorge ihn nicht, versicherte Stark. <BR><BR>MTU stellt Triebwerkskomponenten für zivile und militärische Flugzeuge her und möchte das Wartungsgeschäft ausbauen.

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