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Vollgas in Richtung Rekordumsatz: Bei BMW wurden jetzt die besten Quartalszahlen der Unternehmensgeschichte präsentiert.

BMW startet mit Rekordquartal durch

München - Mit dem besten ersten Quartal der Unternehmensgeschichte bleibt BMW auf Erfolgskurs. Mit einem Gewinn von 1,21 Milliarden Euro konnte der Münchner Autobauer sein Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast vervierfachen.

Wie der DAX-Konzern am Mittwoch in München weiter mitteilte, stieg der Umsatz um 28,9 Prozent auf 16,04 Milliarden Euro und damit stärker als der Absatz, der von Januar bis März um 21,3 Prozent auf 382.758 Autos zulegte.

BMW Concept M5

BMW Concept M5

“Die BMW Group ist stark in das neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Konzernchef Norbert Reithofer. “Daher bestätigen wir unsere Ziele für das Gesamtjahr.“ Man sei auf einem guten Weg, neue Bestmarken bei Absatz und Konzernergebnis zu erreichen. Der Konzern blieb aber in seiner Prognose vorsichtig. Im zweiten Halbjahr seien höhere Kosten zu erwarten, sagte Finanzchef Friedrich Eichiner. Grund dafür sei unter anderem der Start neuer Modelle und die dabei anfallenden Kosten für Produktionsanlauf und Werbung.

Mehr teure Autos verkauft

Besonders gut lief es für BMW im Kernsegment Automobile. Dort kletterte der Umsatz um 34,7 Prozent auf 14,37 Milliarden Euro, das operative Ergebnis wurde mit 1,7 Milliarden Euro mehr als versiebenfacht. Neben dem deutlichen Absatzanstieg profitierte das Unternehmen auch davon, dass es einen höheren Anteil teurer Autos verkaufte. Unter anderem legte der 5er kräftig zu. Das neue Modell wurde mehr als doppelt so oft verkauft wie im Vorjahreszeitraum. Im April setzte sich das Absatzwachstum fort. Reithofer sagte, die Zahl der verkauften Fahrzeuge habe im vergangenen Monat weltweit bei mehr als 136.000 gelegen. Dies sei ein Plus von 17 Prozent.

Nase im innerdeutschen Duell vorne

Im ersten Quartal übertraf BMW seine deutschen Mitbewerber Audi und die Automobilsparte von Daimler. Die Münchner verkauften mehr Autos, und erreichten einen höheren Umsatz. Mit 1,9 Milliarden Euro konzernweit beziehungsweise 1,7 Milliarden Euro in der Autosparte erzielten sie auch ein höheres operatives Ergebnis als die Konkurrenten aus Stuttgart (1,3 Milliarden Euro in der Autosparte) und Ingolstadt (1,1 Milliarden). Auch bei der operativen Marge schnitt der Konzern mit 11,9 Prozent im Automobilsegment beziehungsweise 11,3 Prozent konzernweit im Vergleich am besten ab.

An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen. Die Aktie lag am späten Vormittag 1,7 Prozent im Plus. BMW habe die Erwartungen auf der Ergebnisseite deutlich übertroffen, sagte Frank Biller von der LBBW . Gerade die Margenentwicklung sei erfreulich. Allerdings gebe es im Ergebnis für das erste Quartal auch einen deutlichen positiven Währungseffekt. Nun stelle sich die große Frage, wie sich die belastenden Effekte Anlaufkosten und Rohstoffe in der zweiten Jahreshälfte auswirkten.

dapd

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