Steigen Strompreise wegen Abgabe oder Altlasten?

- Osnabrück - Der Bundesverband Wind-Energie hat die Preispolitik der Stromkonzerne kritisiert. Erneuerbare Energien hätten 2003 wegen Windflaute und Niedrigwasser erheblich weniger Strom produziert als prognostiziert.

<P>Dennoch sei die Umlage, die jeder Stromkunde für die Öko-Energie zahlen muss, auf 0,42 Cent pro Kilowattstunde 2003 gestiegen, sagte Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes Wind-Energie. Das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG)verpflichtet die Netzbetreiber, für jede Kilowattstunde Ökostrom eine Vergütung zu bezahlen, die über dem Marktpreis liegt. Diese Mehrkosten bezahlen die Verbraucher anschließend über höhere Strompreise.</P><P> Von der EEG-Umlage von 0,42 Cent je Kilowattstunde wurden tatsächlich etwa 0,1 Cent weniger benötigt, schreibt die Berliner "taz". Die Differenz werde nun einbehalten. Alle Stromrechnungen zusammengerechnet ergebe das eine Summe von fast 500 Millionen Euro.<BR><BR>Zuvor hatte bereits der Bund der Energieverbraucher die Stromkonzerne kritisiert, die ihre Preise um 2,7 Prozent zum Jahreswechsel angehoben hatte. Eine überproportional hohe Preissteigerung bei der Steinkohle und eine Mengenverknappung wegen der vielen abgeschalteten alten Kraftwerke sei vor allem für gestiegene Strompreise verantwortlich, sagte der Windkraft-Präsident. </P><P>Damit werde aber auch die Differenz zum teureren Öko-Strom geringer. "Wenn der Emissionshandel ernst genommen wird und der Strom aus Kohle dadurch verteuert wird, sind die erneuerbaren Energien konkurrenzfähig", betonte Ahmels.<BR><BR></P>

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