Steigende Benzinpreise dämpfen Kauflust

Nürnberg - Der Anstieg des Konsumklimaindex von 4,7 auf 5,6 Punkte im Mai war nur ein Strohfeuer. Ständig neue Rekordstände an den Zapfsäulen und weitere drohende Preiserhöhungen haben der Verbraucherstimmung in Deutschland wieder einen Dämpfer versetzt.

Für Juni erwartet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) einen Rückgang des Konsumklimaindex auf 4,9 Punkte. Sowohl die Erwartungen über die weitere Entwicklung der Konjunktur und der eigenen Einkommen als auch die Anschaffungsneigung seien im Mai deutlich zurückgegangen, berichtete die GfK am Dienstag in Nürnberg über die Befragung von 2000 Verbrauchern. Der Indikator für die Konjunkturerwartung sank um knapp zehn Punkte und fiel mit 13,4 Punkten auf den niedrigsten Wert seit Dezember 2006.

Die Diskussion um steigende Preise überlagert nach Angaben der GfK auch die positiven Tarifergebnisse der vergangenen Monate. Der Indikator für die Einkommenserwartung brach im Mai um 14,8 Zähler auf minus 4,3 Punkte ein. Als Folge der Inflationsängste ging auch die Anschaffungsneigung um 15,7 Zähler auf minus 20,4 Punkte zurück.

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