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Am Athener Flughafen steht heute alles still.

Eintägiger Ausstand

Steiks lähmen griechischen Flug- und Fährverkehr

Athen - Griechenlands Gewerkschaften schlagen Alarm: Der Sozialstaat wird abgebaut; jeder Vierte ist arbeitslos. Mit einem massiven Streik wollen sie die Regierung zur Kehrtwende zwingen.

Aus Protest gegen die Sparpolitik der Regierung haben die griechischen Gewerkschaften am Donnerstag den Flug-, Bahn- und Fährverkehr sowie Ministerien und andere Behörden lahmgelegt. Der eintägige Ausstand richtete sich auch gegen den Abbau des Sozialstaats und die hohe Arbeitslosigkeit.

In Athen gingen nach Schätzungen der Medien mehr als 20 000 Menschen auf die Straßen, um gegen das „soziale Mittelalter“ - wie es auf Transparenten hieß - zu protestieren. Auch in anderen griechischen Städten nahmen Tausende an Kundgebungen teil. Die Demonstrationen verliefen weitgehend friedlich. Das teilte die Polizei mit.

Wegen der Beteiligung der Fluglotsen bleibt der griechische Luftraum den ganzen Donnerstag (von 23.00 Uhr MEZ am Mittwoch bis 23.00 Uhr MEZ am Donnerstag) geschlossen. Sämtliche Flüge wurden annulliert. Auch Fähren liefen nicht aus Piräus zu den Ägäisinseln aus.

Ärzte in den staatlichen Krankenhäusern behandelten nur Notfälle. Busse und U-Bahnen blieben in Athen und der Hafenstadt Thessaloniki für mehrere Stunden in den Garagen und Bahnhöfen. Auch viele Lehrer und andere Staatsbedienstete legten ihre Arbeit nieder.

Zu den Streiks hatten die beiden größten Gewerkschaften des privaten und staatlichen Bereichs - GSEE und ADEDY - unter dem Motto „Wir leisten Widerstand“ aufgerufen. Die Griechen haben im Zuge der harten Sparpolitik bis zu 30 Prozent ihrer Einkommen verloren. Jeder Vierte ist ohne Job.

Das Land wurde 2010 mit einem 240 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm von der EU vor dem Zusammenbruch gerettet. Dafür müssen die Griechen Jahrzehnte lang den Gürtel immer enger ziehen.

dpa

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