Steinbrück kritisiert Rezessionswarnungen

Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat Warnungen vor einer Rezession der deutschen Wirtschaft zurückgewiesen.

"Ich halte es für vollkommen unverantwortlich, wenn einige Pessimisten auf Basis nur eines einzigen Quartals mit leicht negativem Wachstum das Schreckgespenst der Rezession an die Wand malen", sagte er am Mittwoch in Schanghai.

Bei einem Besuch der Börse verwies Steinbrück laut Redemanuskript auf das höhere Potenzialwachstum, das die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger gegen negative Einflüsse gemacht habe. Trotz der Rekordpreise bei Nahrungsmitteln und Öl sowie der Auswirkungen durch einen Abschwung bei Handelspartnern seien die mittel- und langfristigen Aussichten für die deutsche Wirtschaft besser, als es die aktuell kurzfristige Betrachtung suggeriere.

Der stellvertretende SPD-Chef verteidigte zugleich die Reform- "Agenda 2010" gegen Kritik aus den eigenen Reihen. Ohne diese Reformen wären die Auswirkungen der immer noch anhaltenden Finanzmarktkrise auf die deutsche Realwirtschaft "weit schmerzhafter" gewesen. "Tatsache ist, dass sich unsere Wirtschaft in einer deutlich besseren Verfassung befindet als vor einigen Jahren, um die derzeitigen Turbulenzen an den Finanzmärkten zu überstehen."

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