Neue Wahlumfrage: AfD stärker als SPD

Neue Wahlumfrage: AfD stärker als SPD
+
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) spricht während der Abschlussveranstaltung des Hamburg Summit: "China meets Europe" im Rathaus in Hamburg.

Wirtschaftsbeziehung kriselt

Steinmeier: Chinesische Investitionen weiterhin willkommen

Hamburg - Es knirscht in den Beziehungen zwischen China und Europa - Chinesen können europäische Firmen übernehmen, Europäer unterliegen in China Beschränkungen. Außenminister Steinmeier will Fairness - und die Beziehungen vertiefen. 

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mahnt China zu Fairness und Gegenseitigkeit in den Wirtschaftsbeziehungen. „Chinesische Investitionen werden uns weiter sehr willkommen sein“, sagte Steinmeier am Donnerstag zum Abschluss der Konferenz „China meets Europe“ in der Handelskammer Hamburg. „Aber Investitionen dürfen nie eine Einbahnstraße sein.“ Deutsche Unternehmen in China müssten ebenso wie chinesische Unternehmen in Deutschland über einen freien Marktzugang verfügen.

Steinmeiers Äußerung bezieht sich darauf, dass chinesische Firmen europäische Unternehmen im Grundsatz zu hundert Prozent übernehmen können, europäische Unternehmen in China aber nach wie vor vielfachen Beschränkungen unterliegen. Deutlicher noch sprach Jyrki Katainen, finnischer Vizepräsident der EU-Kommission, die Differenzen an. „Wir sollten in gegenseitigem Respekt an den Punkten arbeiten, in denen wir nicht übereinstimmen“, sagte er vor den rund 400 Teilnehmern der Konferenz. Ein Investitionsabkommen zwischen der EU und China könne für beide Seiten einen enormen Nutzen bedeuten. Auch unfaire Handelspraktiken und Dumping hätten negative Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitsplätze. „Der Handel muss fair sein für Sie und für uns“, erklärte Katainen.

Steinmeier betonte: „Wenn wir erkennen, dass es in der internationalen Politik und Wirtschaft immer wieder zu unerwarteten Schocks von innen und außen kommt, dann müssen wir durch gemeinsame Regeln das größtmögliche Maß an Verlässlichkeit herstellen“, sagte der Außenminister. Verlässlichkeit sei in den Beziehungen zu China ein starker Stützpfeiler. Die Zusammenarbeit sollte sich über Politik und Wirtschaft hinaus auf Bildung, Wissenschaft, Schulwesen und Sport ausdehnen.

Die chinesische Wirtschaft soll künftig dauerhaft weniger schnell wachsen als bisher. Nach 38 Jahren starken Wachstums wolle die Regierung einen nachhaltigeren Kurs fahren, sagte Vizepremierministerin Liu Yandong. „Wir müssen mehr auf die Qualität des Wachstums und auf Effizienz achten“, sagte sie. Bei stabilen Preisen werde zunehmend der Binnenkonsum und die einheimische Nachfrage zum Wachstumstreiber. China gehe ebenso wie Europa durch einen tiefgreifen Wandlungsprozess. „Wir sind wie Brüder“, sagte die chinesische Spitzenpolitikerin.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bestechungsverdacht: Lettlands Zentralbankchef festgenommen
Verdacht auf Bestechung: Wegen der möglichen Annahme einer hohen Geldsumme ermitteln Lettlands Behörden gegen Zentralbankchef Ilmars Rimsevics. Die Politik drängt das …
Bestechungsverdacht: Lettlands Zentralbankchef festgenommen
Dax rutscht leicht ins Minus
Frankfurt/Main (dpa) - Nach der jüngsten Erholung ist der deutsche Aktienmarkt am Montag leicht in die roten Zahlen geraten. Der Dax rutschte um 0,34 Prozent auf …
Dax rutscht leicht ins Minus
Darum zahlt die EU den Zuckerherstellern knapp 200 Mio. Euro
Geldregen für die Fabrikanten des süßen Nahrungsmittels: Zuckerhersteller dürfen sich über eine Zahlung von insgesamt fast 200 Millionen Euro freuen, resultierend aus …
Darum zahlt die EU den Zuckerherstellern knapp 200 Mio. Euro
Bericht: Edeka legt sich mit Nestlé an
Hamburg (dpa) - Im Lebensmittelhandel bahnt sich ein Kampf der Giganten an: Edeka hat nach einem Bericht der "Lebensmittel Zeitung" damit begonnen, Schritt für Schritt …
Bericht: Edeka legt sich mit Nestlé an

Kommentare