Stellenabbau in bayerischer Wirtschaft geht weiter

- München - Der Stellenabbau in der bayerischen Wirtschaft geht weiter. "Es gibt keine dramatische Entlassungswelle, aber es wird sich im zweiten Halbjahr ein weiteres Abbröckeln der Arbeitsplätze nicht verhindern lassen", sagte der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Randolf Rodenstock, am Mittwoch in München. Der Verband schätzt, dass noch einmal ein bis zwei Prozent der Stellen auf der Kippe stehen.

Wachstumsimpulse bekommt die bayerische Wirtschaft derzeit allein aus dem Ausland. "Das Auslandsgeschäft läuft sehr gut, das Inlandsgeschäft aber bleibt schwach", sagte Rodenstock. Kein einziger von 22 Branchenverbänden habe die inländische Geschäftslage bei einer aktuellen Umfrage als gut beurteilt. Besserung sei nicht in Sicht. "Keine Belebung der Nachfrage, keine Investitionsdynamik, keine neuen Jobs. Es tut sich nichts."Rodenstock forderte daher einen Befreiungsschlag. Eine neue Bundesregierung müsse beherzt auf Reformkurs gehen. Dabei würden die Unternehmen auch einen deutlichen Subventionsabbau akzeptieren. Gleichzeitig müssten aber Steuern und Abgaben gesenkt und die Bürokratie abgebaut werden.Der Präsident der bayerischen Wirtschaft warnte aber vor zu großen Hoffnungen auf eine kurzfristige Besserung, selbst wenn eine neue Regierung die geforderten Reformen einleiten sollte. "Man kann nicht erwarten, dass gleich der große Turnaround entsteht." Größere Effekte zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt seien erst nach zwei bis drei Jahren zu erwarten.

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