Stellenabbau bei VDO und Conti - Conti-Chef: Ausmaß steht nicht fest

Hannover - Nach der Übernahme von Siemens VDO steht nach Aussagen von Continental-Chef Manfred Wennemer das Ausmaß des Stellenabbaus in beiden Unternehmen noch nicht fest. "Es gibt ganz sicher Überschneidungen. Wie viele und wie groß die sind, das müssen wir noch herausfinden", sagte Wennemer der "Wirtschaftswoche".

Befürchtungen der Gewerkschaft, dass durch die Übernahme 7000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren, wies Wennemer zurück. "Wir werden uns Personen, Standorte und Technologien in Ruhe ansehen."

Außerdem schloss Wennemer weitere Firmenübernahmen nicht aus. "Sollte jetzt die Super-Zukaufsmöglichkeit kommen, würden wir sicher versuchen, zu handeln und nicht zuschauen, wie andere den Deal machen." Verstärkt werden solle vor allem der Bereich außerhalb der Automobilindustrie. Es sei für die Stabilität der Arbeitsplätze wichtig, nicht nur von der Automobilindustrie abhängig zu sein.

Continental hatte am 25. Juli die Siemens-Tochter VDO für 11,4 Milliarden gekauft und gehört nun zu den fünf weltgrößten Autozulieferern. Conti und VDO kommen zusammen auf einen Jahresumsatz von rund 25 Milliarden Euro und knapp 140 000 Beschäftigten weltweit, davon rund 49 000 in Deutschland. Weltweiter Marktführer ist Bosch.

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