Stellenabbau bei Opel kaum zu vermeiden

- Frankfurt - Ein Stellenabbau bei dem angeschlagenen Autobauer Opel ist nach Einschätzung des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz kaum zu vermeiden. "Wir müssen sicher einen Personalabbau akzeptieren, wollen aber betriebsbedingte Kündigungen und eine Werksschließung vermeiden", zitierte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" Franz.

<P>Derzeit verhandelt die Unternehmensleitung mit dem Betriebsrat über einen Zukunftsvertrag für Opel. Die Opel-Mutter, der US-Konzern General Motors, fordert in ihren europäischen Werken Einsparungen von 500 Millionen Euro und einen Abbau von 12 000 Stellen. In Deutschland sollen allein 10 000 Arbeitsplätze entfallen.<BR><BR>"Die Verhandlungen sind in vollem Gange und werden fortgesetzt", sagte Franz. Über den aktuellen Verhandlungsstand hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Zugleich erklärte Franz, mit der scharfen Kritik am Produktionsstandort Deutschland lenke GM von den eigenen Problemen auf dem Heimatmarkt ab. "Nordamerika ist für GM das nächste Problem. Dort verteuert sich die Arbeit schon allein durch einen 15-prozentigen Kostenanstieg in der Sozialversicherung, während wir in Deutschland die Lohnnebenkosten insgesamt verringern", wurde Franz zitiert. "Das ist ein riesengroßes Problem, doch das verdrängen die GM-Manager."<BR><BR>Unterdessen berichtete die "Automobilwoche", Opel wolle bis 2006 die Margen seiner Händler von unter einem auf 1,5 Prozent anheben, um das Netz zu verstärken. Das Magazin berichtet zudem unter Berufung auf Vertriebschef Jean-Marc Gales, dass Opel von den Zielvorgaben des GM-Europe-Präsidenten Carl-Peter Forster abrückt, der im Februar ein Marktanteilsziel von 10,8 Prozent genannt hatte. "Wir werden 2004 bei rund zehn Prozent abschließen. Denn der erhoffte Aufschwung ist ausgeblieben", sagte Gales. Er kündigte an, Opel werde gegenüber seinen Händlern nicht mehr auf einen Mindestabsatz bestehen.<BR><BR></P>

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