Sturmtief fordert Tribut: Jetzt ist eine S-Bahn-Linie unterbrochen

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Stellenabbau scheint gestoppt

- Nürnberg - Trotz witterungsbedingten Anstiegs der Arbeitslosenzahl um 74 600 auf 548 300 ist der Arbeitsmarkt in Bayern schwungvoll ins neue Jahr gestartet. Die Regionaldirektion für Arbeit begründete ihre optimistische Einschätzung mit der wachsenden Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter und der steigenden Zahl von offenen Stellen. Im Vergleich zum Januar 2005 ergab sich ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 30 400. Die Arbeitslosenquote lag mit 8,5 Prozent um 0,4 Punkte unter dem Vorjahreswert.

"Der seit dem Jahr 2001 anhaltende Beschäftigungsabbau scheint gestoppt", berichtete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg. Im November des vergangenen Jahres lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit 4 335 300 um 17 600 über dem Vorjahreswert. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich sei zudem der stärkste seit dem Jahr 2001. "Damit haben sich die Entspannungstendenzen der letzten Monate verstärkt", betonte der Chef der Regionaldirektion, Andreas Stöhr. Die Zahl der offenen Stellen lag im Januar mit 52 000 um mehr als ein Drittel über der vom Januar 2005.

Im Januar haben sich den Angaben zufolge zwar 149 600 Menschen im Freistaat arbeitslos gemeldet. Dies seien aber 22 400 weniger als im Vorjahresmonat. Dagegen konnten 79 900 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 11 600 mehr als vor Jahresfrist. "Erste konjunkturelle Impulse, das Wirken der Arbeitsmarktreformen mit der Organisationsreform der Arbeitsagenturen, eine Verbesserung des Vermittlungsprozesses und die effektivere Ausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente führten zu diesem positiven Ergebnis zu Beginn des neuen Jahres", fasste Stöhr zusammen.

Der witterungsbedingte Anstieg der Arbeitslosenzahl im Januar war in Regionen mit einem hohen Anteil an Beschäftigten in Außenberufen besonders stark. In Passau und Deggendorf lag der Zuwachs bei mehr als 29 Prozent. Das geringste Plus im Monatsvergleich verzeichneten die Städte München und Nürnberg mit 8,3 beziehungsweise 8,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Freistaat schwankt zwischen 4,7 Prozent in Freising und 12,6 Prozent in Hof.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar wieder die Fünf-Millionen-Marke überschritten. Der überdurchschnittliche Anstieg um 408 000 auf 5 012 000 ändert nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit jedoch nichts am positiven Trend der letzten Monate. Um 75 000 liege die Zahl der Erwerbslosen unter dem Vorjahreswert, betonte BA-Chef Frank-Jürgen Weise - erstmals seit Mitte 2004.

Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Dezember um 1,0 Punkte auf 12,1 Prozent. Im Januar 2005 hatte sie bei 12,5 Prozent gelegen.

Die Arbeitslosigkeit habe sich im Januar wesentlich ungünstiger entwickelt als jahreszeitlich üblich, sagte Weise. Dies beruhe zum einen darauf, dass das Winterwetter nach den milden Monaten November und Dezember erst im Januar voll auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen habe.

Als zweiten Sondereffekt nannte der BA-Vorstandsvorsitzende die kürzere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für ältere Erwerbstätige ab dem 1. Februar 2006. Um in den Genuss der alten Regelung zu kommen, hätten sich überdurchschnittlich viele Betroffene vor diesem Stichtag arbeitslos gemeldet. Allein diesen Effekt schätzt die BA auf 30 000.

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