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Steuerzahler müssen vier bis sechs Wochen länger als üblich auf die Bearbeitung ihrer Steuererklärung warten.

Steuererklärung: Finanzämter völlig überlastet

Hamburg - Die deutschen Finanzämter sind nach Angaben der Deutschen Steuergewerkschaft zur Zeit völlig überlastet. Steuerzahler müssen deshalb vier bis sechs Wochen länger als üblich auf die Bearbeitung ihrer Steuererklärung warten.

Das sagte Gewerkschaftschef Dieter Ondracek am Dienstag der Nachrichtenagentur DAPD. Ursache ist eine Gesetzesänderung vom vergangenen Jahr, die den Bürgern eigentlich die Steuererklärung erleichtern sollte. Kapitalerträge wie Zinsen oder Dividenden werden seit 2009 pauschal mit 25 Prozent besteuert. Vorher mussten diese Erträge als Einnahmen bei der Steuererklärung angegeben werden. Wer allerdings wenig verdient und weniger als 25 Prozent Steuern zahlt, kann seine Kapitalerträge weiterhin in der Steuererklärung angeben. Er bekommt dann zuviel bezahlte Kapitalertragssteuern zurück. “Das betrifft viel mehr Steuerzahler, als die Bundesregierung vorhergesehen hat“, sagte Ondracek. Die Bearbeitung der notwendigen Anlage zur Steuererklärung sei außerdem nicht per Computer möglich. “Die Beamten müssen das alles per Hand nachrechen, sagte er. Das koste erheblich mehr Zeit und verzögere die Bearbeitung massiv, wie Ondracek auch der “Bild“-Zeitung sagte.

apn

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