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Für Arbeitnehmer, Pflegekräfte und Unternehmen - diese Hilfen kommen jetzt

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Bundesfinanzminister Christian Lindner
Bundesfinanzminister Christian Lindner bringt Corona-Hilfen auf den Weg. © Britta Pedersen/dpa

Die Regierung hat am Mittwoch grünes Licht für das Vierte Corona-Steuerhilfegesetz gegeben. Pflegekräfte, viele Arbeitnehmer und Unternehmen dürfen sich freuen.

Berlin - Die Bundesregierung hat weitere Steuererleichterungen für Arbeitnehmer und Unternehmen auf den Weg gebracht, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie* zu mildern. Das Kabinett billigte am Mittwoch (16.02.22) das Vierte Corona-Steuerhilfegesetz, wie Reuters von einem Regierungsvertreter erfuhr.

Steuerhilfen: Corona-Bonus, Homeoffice-Pauschale

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) erhofft sich davon auch Impulse für eine wirtschaftliche Erholung, wie aus seinem Reuters vorliegenden Gesetzentwurf hervorgeht. Unternehmen können bestimmte Investitionen für 2022 schneller bei der Steuer absetzen. Sie können zudem stärker als bisher Verluste mit früheren Gewinnen verrechnen und damit ihre Steuern für die vorangegangenen Jahre verringern.

Der Gesetzentwurf enthält zudem die Steuerbefreiung für einen Corona-Bonus von bis zu 3000 Euro, den Arbeitgeber Pflegekräften zahlen können. Arbeitnehmer können die Homeoffice-Pauschale von fünf Euro pro Tag auch für dieses Jahr noch geltend machen anstelle der Kilometerpauschale. Arbeitgeber können zudem Kurzarbeitergeld noch bis Ende Juni weiter steuerfrei aufstocken. Für Steuerberater werden die Fristen zur Abgabe von Steuererklärungen verlängert.

Degressive Abschreibung teuerster Posten

Unternehmen sollen in Milliardenhöhe von einer auf das laufende Jahr begrenzten degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter profitieren. Im steuerlichen Sinne umfasst das nicht nur tragbare oder fahrbare Dinge, sondern einen Großteil aller Investitionen - etwa Maschinen, den Fuhrpark oder auch die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die degressive Abschreibung ist mit knapp zehn Milliarden Euro an erwarteten Steuermindereinnahmen für die Jahre 2022 bis 2025 der bei weitem teuerste Posten des Steuerhilfegesetzes*. Die Steuermindereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden durch das Gesamtpaket werden auf gut elf Milliarden Euro beziffert. (rtr)

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