Steuern sparen: Was man heuer noch erledigen sollte

München - Bei Arbeitnehmern schlägt der Fiskus gnadenlos zu. Aus diesem Grund sollte man keinen Cent verschenken. Die letzten Monate des Jahres bieten den Steuerzahlern noch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, strategisch Steuern zu sparen.

Letzte Frist für 2005

Wer nicht zur Einkommensteuer veranlagt ist, sollte das Jahresende im Auge behalten. Denn an Silvester 2007 endet die Möglichkeit, eine freiwillige Steuererklärung für das Jahr 2005 abzugeben.

Wer also noch alte Rechnungen für Arbeitsmittel, Spendenquittungen oder Belege für außergewöhnliche Belastungen vorlegen kann, sollte die Frist bis zur "Verjährung" nutzen. Auch viele staatliche Leistungen, etwa bei der Vermögensbildung oder Wohnungsbauprämien, können nach diesem Termin nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.

Nichts verleihen

Wer Anspruch auf Freibeträge hat, - etwa bei Kindern oder Unterhaltszahlungen, kann sich die Lohnsteuerkarte vom Arbeitgeber holen und beim Finanzamt die entsprechenden Beträge eintragen lassen. Das wirkt sich vor allem beim Weihnachtsgeld recht vorteilhaft aus. Das Gleiche gilt bei einem möglichen Wechsel in eine günstigere Steuerklasse.

Kosten bündeln

In vielen Fällen lohnt es sich nicht mehr, systematisch Belege für Arbeitsmittel und andere Werbungskosten zu sammeln. Denn die Werbungskostenpauschale wird durch Fahrten zur Arbeit jetzt erst ab 34 Kilometern Strecke überschritten (bisher 14). Doch es kann sich lohnen, zu bündeln. Wenn man schon Belege für Kosten bis knapp unter die Grenze von 920 Euro hat, kann es sich lohnen, für 2008 geplante Anschaffungen vorzuziehen. So kann man dieses Jahr die höheren tatsächlichen Kosten ausschöpfen und im nächsten Jahr die Pauschale nutzen.

Gesammelte Lasten

Eine ähnliche Strategie kann sich bei den "außergewöhnlichen Belastungen" bezahlt machen. Viele Dinge, für die Krankenkassen nicht mehr aufkommen, kann man als außergewöhnliche Belastungen gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Werden die Beträge vierstellig, ist es wahrscheinlich, dass die nach einer komplizierten Formel berechnete "zumutbare Belastung" überschritten wird. Dann kann es sinnvoll sein, sich zusätzlich zum teuren Zahnersatz auch noch eine neue Brille zu gönnen, die, wenn man sie später kauft, dann womöglich unter der Zumutbarkeitsgrenze liegt. So kann man das Finanzamt an diesen Kosten beteiligen.

Spende gegen Beleg

Vor Weihnachten wollen viele noch etwas Gutes tun. Wer spendet, sollte sich das quittieren lassen. Denn ohne Beleg berücksichtigt das Finanzamt nur 36 (verheiratete 72) Euro ab. Die Kirchensteuer ist in dieser niedrigen Pauschale schon enthalten.

Dienstleistung teilen

Überschreiten Rechnungen für haushaltsnahe Dienstleistungen (Arbeits- und Fahrtkosten für Reparaturen und ähnliches) die 3000 Euro, die pro Jahr berücksichtigt werden, ist es überlegenswert einen Teil der Arbeiten zu verschieben, und zweimal zu profitieren.

Kindergeld sichern

Steuern zu sparen lohnt sich für Auszubildende kaum, doch kann es sich rechnen, mit Fachliteratur oder der Anschaffung eines Computers für die Ausbildung die Gesamteinnahmen des Sprösslings unter den Betrag von 7680 Euro im Jahr zu drücken. Dann bleibt der Kindergeldanspruch erhalten. Neben der Ausbildungsvergütung sind auch Leistungen für Bafög oder Renten zu berücksichtigen.

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