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Adrian Hasler, Regierungschef von Liechtenstein, gab am Mittwoch die Aufhebung des Bankgeheimnisses bekannt.

Ende des Steuerschlupflochs

Liechtenstein hebt sein Bankgeheimnis auf

Vaduz - Das Fürstentum Liechtenstein verabschiedet sich von seinem Bankgeheimnis: In wenigen Tagen will die Regierung des Alpenstaats ein internationales Abkommen unterzeichnen.

Das Fürstentum Liechtenstein verabschiedet sich endgültig von seinem Bankgeheimnis. Die Regierung des kleinen Alpenstaats kündigte am Donnerstag an, am 21. November ein internationales Abkommen zur Verhinderung von Steuerflucht zu unterzeichnen.

Dabei handelt es sich um die Konvention der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Europarats über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen. "Das Fürstentum Liechtenstein geht davon aus, dass der Automatische Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten der internationale Standard der Zukunft sein wird", erklärte Regierungschef Adrian Hasler in Vaduz. Er bot an, sich "an der Entwicklung eines internationalen Standards zum Informationsaustausch zu beteiligen, dessen Anwendung auf klaren Regeln, Berechenbarkeit und Gleichbehandlung aufbaut".

Das Fürstentum, das ebenso wie die benachbarte Schweiz lange als Steueroase galt, erklärte sich außerdem bereit, "bilaterale Vereinbarungen zum automatischen Austausch von Steuerinformationen" auf der Grundlage des zukünftigen OECD-Standards zu schließen. Das Abkommen, das im Oktober auch von der Schweiz unterzeichnet wurde, sieht neben dem Austausch von Informationen auch koordinierte Kontrollen zur Vermeidung von Steuerbetrug vor.

afp

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