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Steuerrückzahlung: Darum dauert das so lange

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München - Besser nicht damit planen: Bayerns Bürger müssen immer länger auf mögliche Steuerrückzahlungen durch den Fiskus warten. Die Bearbeitungszeit steigt seit Jahren - und dafür gibt es auch Gründe.

Die durchschnittliche Bearbeitungszeit, die zwischen dem Posteingang der Steuererklärung und dem Versand des Bescheids vergeht, steigt seit Jahren. Das berichtet der „Münchner Merkur“ (Samstagsausgabe).

Laut internen Zahlen der Finanzverwaltung, die der Zeitung vorliegen, habe diese sogenannte Durchlaufzeit bei Arbeitnehmern im Freistaat von 43 Tagen im Jahr 2007 um ein Viertel auf 54 Tage im vergangenen Jahr zugenommen. Wer neben einem regulären Verdienst auch noch andere Einnahmen wie Mieten, selbstständige oder freiberufliche Einkünfte habe, müsse sich in der Regel noch deutlich länger gedulden. Denn die hier zuständigen Allgemeinen Veranlagungsstellen benötigten dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr im Freistaat durchschnittlich 66 Tage – ein Drittel mehr als noch 2007.

Schuld seien diverse EDV-Umstellungen, Rechtsänderungen sowie ein Personalmangel in den Finanzämtern. Werner Stupka, der bei der Gewerkschaft Verdi für den Bereich Finanz- und Steuerverwaltung zuständig ist, geht von einem weiteren Anstieg der Wartezeit für dieses Jahr aus. Die Bürger müssten damit rechnen, dass die Bearbeitung der Erklärung auch drei, vier oder mitunter in seltenen Fällen auch fünf Monate dauern könne, so Stupka gegenüber dem „Münchner Merkur“.

Beim bayerischen Finanzministerium verweist man auf die Zuständigkeit des Landesamts für Steuern. Eine Sprecherin der Behörde betont, dass in den letzten Jahren diverse Maßnahmen ergriffen worden seien, um die Personalsituation in der bayerischen Steuerverwaltung zu verbessern. So gebe es derzeit rund 2000 Auszubildende in den Finanzbehörden – so viele wie noch nie.

Tobias Lill

Rubriklistenbild: © dpa

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