Apple-Gründer Steve Jobs präsentiert das MacBook
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Apple-Gründer Steve Jobs galt als treibende Kraft des Weltkonzerns.

Der Mann mit dem Rollkragenpullover

Apple-Gründer Steve Jobs: Darum ist dieser Mann eine Legende

Steve Jobs war der Mann mit dem Rollkragenpullover – und der Unternehmer, der Apple zu seinem Weltruhm verhalf. Die Karriere und das Leben des ehemaligen CEOs.

  • Steve Jobs gründete Apple im Jahr 1976 zusammen mit Steve Wozniak und Ron Wayne in der Garage seiner Eltern.
  • Der Unternehmer war lange für das Projekt Macintosh verantwortlich und stellte 2007 das erste iPhone vor.
  • Steve Jobs starb am 5. Oktober 2011 an den Folgen seiner langjährigen Krebserkrankung im Kreise seiner Familie.

Palo Alto - Steve Jobs (56, † 2011) gilt als Revolutionär der Technikbranche. Der Apple-Gründer machte Apple zum Kult-Konzern, krempelte den Handy-Markt mit dem iPhone komplett um und schuf mit den iPad eine gänzlich neue Mediengattung: das Tablet. Doch von Anfang an: Gegründet wurde das heute wertvollste Unternehmen der Welt im Jahr 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne – und zwar in der Garage von Jobs‘ Eltern in Palo Alto, Kalifornien. Das erste und damals einzige Produkt, das die damalige Apple Computer Company vermarktete, war der Apple I, ein von Wozniak entwickelter Personal Computer (PC).

Steve Jobs: Die Rückkehr zu Apple und Macintosh

Dass Steve Jobs seiner eigenen Firma ausgerechnet wegen einem guten Freund den Rücken kehren würde, hätte er wohl nie gedacht. 1983 warb der Unternehmer den Marketing-Guru John Sculley von Pepsi ab. Schnell folgte ein interner Machtkampf, der damit endete, dass Jobs Apple verließ und mit NeXT sein eigenes Unternehmen gründete. 1996 verkaufte Jobs NeXT an Apple und stellte dem Technologieunternehmen damit die Technik bereit, welche die Basis des Betriebssystems Mac OS X der Macintosh-Rechner wurde.

Als Interims-CEO krempelte Jobs das Unternehmen komplett um, führte 1998 den iMac ein und konnte Apple wieder zurück in die schwarzen Zahlen führen. Als Mitglied des Vorstandes wurde Jobs nach der Entlassung von Gil Amelio CEO des Unternehmens.

Steve Jobs und sein zweiter großer Erfolg: Pixar

Neben seiner Firma NeXT gründete Steve Jobs zusammen mit Edwin Catmull im Jahr 1986 das Computerzeichentrickfilmstudio Pixar Inc, das mit Produktionen wie „Toy Story„, „Findet Nemo„ oder „Die Unglaublichen„ große Erfolge verbuchen konnte. Als Disney die Pixar Inc. im Jahr 2006 übernahm, wurde Jobs dank seines Pixar-Anteils von rund 50,1 Prozent mit 6 Prozent zum größten Einzelaktionär von Disney.

Steve Jobs: Präsentation des iPhones bleibt unvergessen

Als Steve Jobs 2007 die Bühne der Macworld in San Francisco betrat, sollte er in einer Präsentation die Technik revolutionieren. Lässig und cool – wie immer im Rollkragenpullover – stellte der Apple-Mitgründer das erste iPhone vor: „Wir nennen es: iPhone. Heute wird Apple das Telefon neu erfinden.“ Damit war die Ära der Smartphones – und die Vorstellung davon, wie sie aussehen und was sie können müssen – beschlossen.

„One More Thing“: Steve Jobs und sein Running Gag

Bei den Keynotes von Apple wurde Steve Jobs und sein berühmtes „One More Thing„ (dt. „Eine Sache noch“) im Laufe der Jahre zum Running Gag. Denn immer dann, wenn die Zuschauer dachten, der Apple-CEO hätte alles gesagt – und er sich schon von der Bühne entfernte, zog er noch ein Ass aus dem Ärmel. Schnell wurden die Keynotes dank des mittlerweile legendären Satzes „One More Thing“ nicht mehr Keynotes, sondern „Stevenote„ genannt.

Steve Jobs: Sein Privatleben

Steve Jobs wurde nach seiner Geburt am 24. Februar 1955 von seinen leiblichen Eltern als Sozialwaise zur Adoption freigegeben und wuchs bei Paul Reinhold und Clara Jobs in Mountain View, Kalifornien auf. Von seinen biologischen Eltern und seiner leiblichen Schwester erfuhr Jobs erst, als er ca. 20 Jahre alt war. Steve Jobs machte 1972 den High-School-Abschluss an der Homestead High School in Cupertino und wollte am Reed College in Portland studieren. Das Studium brach er jedoch bereits nach dem ersten Semester ab.

Im Jahr 2004 unterzog sich Steve Jobs einer Operation, bei der ein Inselzell-Tumor entfernt wurde. Zuvor hatte er den Eingriff monatelang verweigert und auf alternative Behandlungsversuche zurückgegriffen. Im Januar 2009 kündigte der Apple-CEO schließlich an, sich krankheitsbedingt bis Ende Juni 2009 aus dem Tagesgeschäft von Apple zurückzuziehen. In diesem Zuge wurde bekannt, dass sich Jobs bereits im April 2009 einer Lebertransplantation unterzogen hatte. Am 5. Oktober 2011 starb Jobs im Kreise seiner Familie an den Folgen der langjährigen Krebserkrankung. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Alta Mesa Memorial Park in Santa Clara, Kalifornien.

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