Stewens will Kündigungsschutz einschränken

- München - Die bayerische Arbeitsministerin Christa Stewens pocht auf eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Im Gespräch mit unserer Zeitung forderte die CSU-Politikerin, bei allen Neuverträgen den Kündigungsschutz für die ersten beiden Jahre aufzuheben.

"Es geht darum, dass die Arbeitslosen wieder die Chance auf eine Stelle bekommen", sagte Stewens. Angesichts der starren Regeln würden viele Unternehmen vor Einstellungen zurückschrecken. Ihr Vorschlag erleichtere es dagegen Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe neue Arbeitsplätze zu schaffen, sagte Stewens. Bislang war eine Aufweichung des Kündigungsschutzes nur für kleinere Firmen und Existenzgründer diskutiert worden.<BR><BR>Stewens sieht auch nach den Regelungen durch die jüngsten Hartz-Gesetze akuten Handlungsbedarf. "Im Augenblick verschwinden in Deutschland jeden Tag 1000 Arbeitsplätze. Eine weitere Flexibilisierung ist deshalb unbedingt nötig", so die Ministerin, die ihren Vorschlag heute im CSU-Präsidium zur Parteilinie machen möchte.<BR><BR>Dies gilt auch für einen zweiten Vorstoß: So plädiert Stewens dafür, Handwerksbetrieben eine untertarifliche Bezahlung von Auszubildenden zu erlauben. "Bei vielen Handwerksbetrieben geht es angesichts der Kosten um die Frage, ob sie im kommenden Jahr überhaupt noch ausbilden. Deshalb muss man ihnen den notwendigen Spielraum verschaffen", forderte Stewens. Insgesamt würden 40 Prozent aller Lehrlinge im Handwerk ausgebildet. Deshalb gelte es, diesen Bereich besonders zu stützen.<BR>

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