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Militaerfahrzeuge vom Typ GAZ-2975 "Tiger" des russichen Autobauers GAZ fahren am 9. Mai 2009 waehrend der Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau. Hinter dem Zaudern von General Motors beim Verkauf von Opel steckte auch eine alte Angst aus dem Kalten Krieg: Amerikanische Technologie faellt in russische Haende. Das von der deutschen Regierung favorisierte Angebot des Zulieferers Magna ist eng mit der russischen Sberbank verknuepft.

Stichwort Magna

Wien/Aurora - Magna ist einer der weltgrößten Autozulieferer. Allein in Deutschland unterhält der österreichisch-kanadische Konzern 35 Fabriken, weltweit sind es rund 240 Produktionsstätten.

Magna International beschäftigt etwa 70 000 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 23,7 Milliarden Dollar. Unterm Strich stand ein Gewinn von mehr als 70 Millionen Dollar.

Im ersten Halbjahr 2009 bekam Magna kräftigen Gegenwind durch die Krise in der Autobranche. Es fiel ein Nettoverlust von 405 Millionen Dollar an und der Umsatz halbierte sich fast auf rund 7,28 Milliarden Dollar.

In den USA wurde wegen der Krise bereits ein Werk mit 1400 Mitarbeitern geschlossen. In Österreich wurden Tausende Mitarbeiter auf Kurzarbeit gesetzt, Löhne und Gehälter gekürzt. Firmengründer ist der heute 77 Jahre alte Austro-Kanadier Frank Stronach, der in den 1950er Jahren nach Kanada ausgewandert war und den Magna-Konzern 1969 durch eine Fusion seines eigenen Autoteile- Herstellers mit einem kanadischen Hersteller für Rüstungselektronik bildete.

Der Sitz des Unternehmens ist im kanadischen Aurora. In den 1980er Jahren kehrte Stronach nach Österreich zurück, investierte rund 1,5 Milliarden Dollar und baute damit nach und nach Magna Europe auf. Das Unternehmen ist stark dezentral organisiert. Inzwischen entwickelt und produziert Magna Teile für fast alle namhaften Autohersteller. Die Tochterfirma Magna Steyr stellt außerdem im Auftrag großer Hersteller auch Autos her, darunter etwa die Mercedes-G-Klasse und den BMW X3.

dpa

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