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Auf der Photokina konnten sich Kamera-Freunde über die neuesten Kompakt-Modelle informieren.

Stiftung Warentest: Die besten Kameras für unterwegs

München - Zur Herbstwanderung sind robuste, zoomstarke Kompaktkameras gefragt. Die Zeitschrift Stiftung Warentest hat in ihrer Oktober-Ausgabe 25 Kameras unter die Lupe genommen - und die machen auch fernab des Berges eine gute Figur.

Runter vom Sofa, rauf auf den Berg. Aber welche Kamera nehme ich mit? Sie darf nicht viel Platz wegnehmen, sollte aber schöne Panoramabilder machen. „Und für den nebligen Herbst muss sie wetterfest und robust sein“, empfiehlt die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe. Außerdem sollte das Gerät einen großen Zoomfaktor haben und nicht allzu schwer sein. Die Zeitschrift hat insgesamt 25 Kameras getestet und legte dabei vor allem Wert auf die Bildqualität - das heißt Farben, Licht, Auflösung und Verwacklungsschutz. Wichtig war den Prüfern auch eine einfache Handhabung. Die Funktion der Videoaufnahme, der Blitz, der Monitor und die Vielseitigkeit der Kameras wurden ebenfalls unter die Lupe genommen.

Testsieger: Panasonic Lumix DMC-FT2

Von 25 Digitalkameras im Test (siehe Tabelle) widerstehen sieben Nässe und Stößen. Testsieger ist die Panasonic Lumix DMC-FT2. „Für 355 Euro war sie die beste geprüfte wasserdichte und stoßfeste Kamera“, berichtet Warentest. Sie eigne sich auch für den Bade- oder Skiurlaub. Noch bei zehn Meter Tauchtiefe und minus zehn Grad Celsius ist sie laut Anbieter voll funktionstüchtig. Zudem bietet sie auch bei wenig Licht gute Bilder.

Ferne Bergkuppen ganz nah ranholen

Eine weit entfernte Bergkuppe nah heranholen, dann eine Gebirgskette weitwinklig fotografieren: Wer so flexibel bleiben möchte, braucht eine Kamera mit großem Zoombereich. Die Nikon Coolpix L110 für 235 Euro, eine der besten im Test, hat den größten Zoomfaktor (über zwölffach). Genauso groß ist das Zoom der Olympus SP-600UZ für 176 Euro. Wegen des Superzooms sind die beiden Digitalkameras etwas sperrig und wiegen jeweils fast ein halbes Kilo. „Auf einer längeren Tour können solche Apparate auf Dauer lästig werden“, heißt es in dem Test. Eine wirkliche „Kompakt“-Kamera ist die Canon Digital Ixus 130 für 204 Euro. Mit ihren 1,8 Zentimetern Tiefe und 135 Gramm Gewicht ist sie die dünnste und leichteste Kamera, die Warentest geprüft hat.

Zu den kleinen, leichten Fotoapparaten gehört auch die Canon Ixus 300 HS für 330 Euro. Zwar ist sie wegen ihres geringen Zoomfaktors mehr für Weitwinkel- als für Teleaufnahmen geeignet, aber dafür ist ihr Objektiv sehr lichtstark. Auch ihr optomechanischer Verwacklungsschutz arbeitet anständig. Mit der Ixus 300 HS ist man nicht nur auf dem Berg, sondern auch zu Hause gut ausgestattet.

Schnäppchen und Technik-Spielereien

Wer ein Schnäppchen sucht, das nette Bilder macht, ist mit der billigsten Kamera im Test, der Nikon Coolpix L21, gut beraten. „Für 70 Euro erhält der Kunde einen Fotoapparat, mit dem er brillante Farbbilder schießen kann“, teilt Warentest mit. Einen Bildstabilisator gegen Wackelbilder bei ungünstigen Lichtbedingungen bietet sie aber nicht. Doch bei Aufnahmen mit Blitzlicht ist die Kamera im Test ungeschlagen.

Eine neue Funktion findet der Fotofreund bei Sony und Olympus. Mit einer Panoramaeinstellung können bei Schwenks aufgenommene Bilder zu Gesamtpanoramen zusammengefügt werden. Drei Kameras verwerten zudem GPS-Daten: die Panasonic Lumix DMC-TZ10, die Samsung WB650 und die Sony Cyber-shot DSC-HX5V. Mit GPS (Global Positioning System) können die Kameras zu jedem Foto den genauen Standort speichern. Auch die Uhrzeit halten sie fest. Als Navigationsgerät können die drei GPS-Kameras zwar nicht verwendet werden, aber mithilfe der geografischen Koordinaten zu den Fotos lassen sich die Wanderrouten problemlos und präzise zurückverfolgen. „Wo war denn noch mal der Wasserfall, den ich vergangenes Jahr fotografiert habe?“ Auf solche Fragen geben diese Kameras präzise Antworten.

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