Stiftung Warentest: So pünktlich ist die Bahn

Berlin - Stiftung Warentest hat die Pünktlichkeit der Bahn im ein Jahr lang auf den Prüfstand gestellt und fast zwei Millionen Zugankünfte erfasst. Verbraucher erfahren nun, wie pünktlich die Bahn wirklich ist.

Hier finden Sie den ausfühlichen Testbericht von Stiftung Warentest

Ab September will die Bahn monatlich die Pünktlichkeitswerte im Nah- und Fernverkehr im Internet veröffentlichen. Doch das Magazin Stiftung Warentest ist dem Unternehmen zuvor gekommen: Über den Zeitraum von einem Jahr wurden fast zwei Millionen Zugankünfte an den 20 wichtigsten Bahnhöfen in ganz Deutschland erfasst. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Bahn ist wesentlich unpünktlicher, als das Unternehmen gegenüber den Kunden eingestehen will - vor allem im Fernverkehr.

Zwischen dem 1. Juli 2010 und dem 30. Juni 2011 kamen im Durchschnitt 30 Prozent der Fernzüge laut Stiftung Warentest mindestens sechs Minuten zu spät, sechs Prozent sogar mehr als eine halbe Stunde. Die Regionalzüge waren im Vergleich deutlich pünktlicher und kamen nur in 14 Prozent der Fälle mit mehr als sechs Minuten Verspätung am Zielbahnhof an.

Stiftung Warentest hat außerdem einen Blick auf die häufigsten Ursachen für Verspätungen geworfen: Meist sind Engpässe an Knotenpunkten oder Langsamfahrstellen schuld, wenn der Zug zu spät ankommt. Das widerum liege daran, dass die Bahn zu wenig in das Schienennetz investiert.

Am häufigsten war übrigens der Bahnhof in Erfurt von Verspätungen betroffen - sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr. Am pünklichsten fuhren die Züge in Stralsund und Freiburg.

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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