Stillstand beim Klavierbauer Seiler - noch kein Käufer gefunden

Die Produktion beim insolventen Kitzinger Klavierbauer Seiler steht still. Die etwa 60 Mitarbeiter seien von der Arbeit freigestellt worden, sagte der Insolvenzverwalter des Unternehmens, Bruno Fraas, am Dienstag in Würzburg.

Die Betroffenen müssten sich nun arbeitslos melden. Fraas begründete diese Entscheidung mit den zu hohen Produktionskosten, die kostendeckendes Arbeiten derzeit unmöglich machten.

Fraas zufolge war am Montag das Insolvenzverfahren für das Traditionsunternehmen eröffnet worden. Bisher gebe es fünf Interessenten für eine Übernahme. Bis Ende September, spätestens Mitte Oktober soll die Seiler Pianofortefabrik GmbH veräußert sein. Eine Sanierung von innen sei sehr schwierig, sagte Fraas.

Seiler fertigt seit 1961 im unterfränkischen Kitzingen Klaviere und Flügel und hatte Anfang Juli Insolvenz angemeldet. Das bereits 1849 im schlesischen Liegnitz gegründete Unternehmen gehört nach der Braunschweiger Wilhelm Schimmel GmbH und den Konkurrenten Bechstein (Berlin) und Steinway & Sons (Hamburg) zu den größten Klavierbauern bundesweit. Diese Rangfolge bezieht sich dem Bundesverband Klavier zufolge aber nur auf die Stückzahlen.

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