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Der Präsident des ifo-Institutes, Hans-Werner Sinn.

Stimmung in der deutschen Wirtschaft besser als erwartet

München - Zum neunten Mal in Folge hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verbessert. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Dezember stärker als von Analysten erwartet von 93,9 Punkten auf 94,7 Punkte.

Die 7.000 befragten Unternehmen beurteilten ihre Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate leicht besser als noch im November, wie das Münchner ifo-Institut am Freitag mitteilte. Auch ihre aktuelle Lage schätzten sie positiver ein als im Vormonat. “Nach dem scharfen Einbruch im vergangenen Winter wirken die aktuellen Umfrageergebnisse wie ein Weihnachtsgeschenk“, erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn. “Die zuversichtlichen und die skeptischen Zukunftsbewertungen gleichen sich nahezu aus.“ Bei den Industrieunternehmen seien die Personalplanungen etwas weniger stark auf Beschäftigungsreduzierung ausgerichtet als bislang.

Besseres Auslandsgeschäft erwartet

Die Exportfirmen rechnen der Umfrage zufolge in den kommenden Monaten mit einem besseren Auslandsgeschäft. Insgesamt sind die Geschäftserwartungen der Industrie weiterhin positiv, jedoch etwas weniger als im Vormonat. Die Industriefirmen sind laut ifo mit ihrer aktuellen Lage weniger unzufrieden als im November. “Trotz dieser Besserung ist die Geschäftslage allerdings immer noch schlechter als nach dem Anschlag auf das World Trade Center“, erklärte Sinn. Auch im Groß- und Einzelhandel sowie im Baugewerbe hat sich das Geschäftsklima laut ifo erneut verbessert. In seiner jüngsten Prognose hat das ifo-Institut für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent prognostiziert.

AP

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