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Störungen bei Kartenzahlungen dauern an: Auch Aldi und Edeka betroffen

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Von: Lisa Mayerhofer

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Hinweis-Schild bei Aldi: Bundesweit fallen derzeit viele Bezahl-Terminals aus. Kunden können ihre Einkäufe daher häufig nur mit Bargeld bezahlen.
Hinweis-Schild bei Aldi: Seit Dienstag sind bundesweit viele Bezahl-Terminals ausgefallen. Kunden können ihre Einkäufe daher häufig nur mit Bargeld bezahlen. © Georg Hilgemann/dpa

Seit Dienstag kommt es bei Kartenzahlungen im Einzelhandel zu Problemen. Die bundesweiten Störungen dauerten auch am Freitag weiter an. Jetzt äußert sich auch der Anbieter.

Update vom 27. Mai, 14.53 Uhr: Im deutschen Einzelhandel müssen Kunden beim bargeldlosen Bezahlen weiter mit Einschränkungen rechnen. Die Störung bei Verifone-H5000-Bezahlterminals, von der alle Netzbetreiber betroffen seien, dauere an, teilte der Zahlungsdienstleister Concardis am Freitag in Eschborn mit. Der Hersteller Verifone arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Auch die Einzelhändler Aldi-Nord und Edeka bestätigten, dass das am Dienstagabend durch einen Softwarefehler ausgelöste Problem weiter bestehe.

Massive Störungen bei Kartenzahlungen - Anbieter dämpft Hoffnung auf rasche Lösung: „Wird dauern“

Erstmeldung vom 27. Mai, 08.52 Uhr: Die teils massiven Störungen im Zahlungsverkehr per EC- oder Kreditkarte konnten offenbar noch nicht behoben werden (Stand: Freitag, 09:00 Uhr). Kunden können in vielen Fällen seit Dienstag bundesweit in Supermärkten, Tankstellen, Bäckereien oder bei anderen Händlern nicht mit der Karte zahlen.

Störung bei Kartenzahlung: Bestimmter Kartenleser betroffen – Update angekündigt

Die Störung geht bisherigen Erkenntnissen zufolge von dem Kartenzahlungsterminal des Typs H5000 des Herstellers Verifone aus. Das US-Unternehmen äußerte sich erstmals im Verlauf des Donnerstags zu den Problemen und kündigte eine Lösung an.

„Wir werden in Kürze ein Software-Update für unsere Kunden bereitstellen, um das Problem zu beheben, und werden unsere Kunden informieren, sobald dieses verfügbar ist“, teilte ein Sprecher von Verifone-Deutschland mit. Der Terminal-Typ H5000 wird den Angaben zufolge hauptsächlich in Deutschland eingesetzt. Man bedauere die Unannehmlichkeiten und arbeite mit höchster Priorität an der Behebung des Problems.

Ursache für die Störung ist laut dem Zahlungsdienstleister Payone den ersten Erkenntnissen nach ein Zertifikatsfehler innerhalb bestimmter Versionen der von Verifone bereitgestellten Software. Der Zahlungsdienstleister erwartet nicht, dass das angekündigte Software-Update schnell umgesetzt werden kann, da – bisherigen Informationen zufolge – ein manueller Eingriff an den Terminals nötig ist. „Dieser komplexe Vorgang kann daher nicht ad hoc in der Fläche ausgeführt werden, sondern wird geraume Zeit in Anspruch nehmen“, hieß es. Man wolle die Kunden hierbei unterstützen.

Ähnlich äußerte sich auch ein Sprecher des Finanzdienstleisters Concardis: „Wir versuchen, die betroffenen Händler so gut wie möglich zu unterstützen, indem wir beispielsweise – wo möglich – Terminals austauschen“.

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Störung bei Kartenzahlung: Diese Supermärkte sind betroffen

In einigen Einzelhandelsgeschäften ist Kartenzahlung wegen des Fehlers derzeit keine Option. Der Discounter Aldi Nord beispielsweise hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass in einigen Filialen wie auch andernorts im Handel wegen der Störung keine Kartenzahlung möglich sei. „Unser Anbieter arbeitet nach wie vor mit Hochdruck an einer Lösung“, hieß es am Donnerstag zum aktuellen Stand.

Auch die Drogerie-Kette Rossmann sowie Edeka hatten am Mittwoch von Problemen berichtet. Nicht betroffen sind laut eigener Aussage Aldi Süd, Lidl und die Rewe-Gruppe, das heißt die Märkte von Rewe, Penny und dem Toom Baumarkt. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte betont, dass die Betriebe auf den reibungslosen Ablauf der Bezahlprozesse angewiesen sind.

Der Bundesverband der electronic Cash-Netzbetreiber (BECN) wies darauf hin, dass die Ursache der Störung nicht bei einem der Netzbetreiber oder den verwendeten Karten liege, sondern nur den speziellen Terminal-Typ betreffe. „Die Ursache für das Fehlverhalten wurde zwischenzeitig vom Hersteller identifiziert. Aktuell arbeitet der Terminalhersteller daran, Maßnahmen zur Behebung des Fehlers einleiten zu können“, hieß es auf der Internetseite des Verbands.

Der Bundesverband deutscher Banken stellte stellvertretend für die Deutsche Kreditwirtschaft klar, dass die betreffenden Terminals zwar komplett für alle Zahlungsarten ausfallen, der entsprechende Typ jedoch nur einen geringen Anteil an allen in Deutschland eingesetzten Geräten ausmache. „Netzbetreiber und technische Dienstleister arbeiten intensiv an einer Fehlerbehebung“, hieß es weiter. (lma/dpa)

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