In vielen Gschäften war die Kartenzahlung gestört (Archivbild).
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In vielen Gschäften war die Kartenzahlung gestört (Archivbild).

IT-Panne kurz vor Heilig Abend

Mitten im Vorweihnachts-Geschäft: Bundesweite Störung bei Kartenzahlung - Kunden spotten

Schnell noch ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen - daraus wurde für viele Kunden am Montag nichts. Grund war eine Störung bei der Kartenzahlung.

  • Am Montag gab es eine Störung beim Zahldienstleister BS Payone.
  • Kartenzahlungen zahlreicher Kunden im Weihnachtsgeschäft wurden deshalb abgelehnt.
  • Die Störung dauerte knapp eine Stunde.

Frankfurt - Ärger für viele Kunden im Endspurt auf die Geschenkejagd: Eine IT-Panne machte am Montag vielerorts eine Zahlung per Karte unmöglich. Um die Mittagszeit habe es bundesweit Einschränkungen bei der Autorisierung von Zahlungsverkehrs-Transaktionen gegeben, teilte der Zahldienstleister BS Payone am Montag in Frankfurt mit. Teilweise kam es demnach zur Ablehnungen von Giro- und Kreditkartentransaktionen. Die Störung habe zahlreiche Händler betroffen. Wie viele Verbraucher zeitweise nicht per Karte zahlen konnten, konnte eine Sprecherin nicht sagen.

Störung bei der Kartenzahlung im Vorweihnachts-Geschäft: Kunden spotten

Die Kunden reagierten vor allem in den sozialen Netzwerken mit beißendem Spott.

Ein User echauffiert sich beispielsweise über das „IT-Entwicklungsland Deutschland“.

Ein Zweiter plant, dem Chaos beim Zahlen mit einer ungewöhnlichen Maßnahme entgegenzutreten: Er möchte all die Pfandflaschen wegbringen, die er mutmaßlich seit einiger Zeit bei sich hortet. 

Ein dritter Twitter-User reagiert noch launiger: „Ich versuche jetzt ohne Bargeld mit ein paar Muscheln, Südfrüchten, Holz und einem Schwein einen Smart-TV einzutauschen. Deutschland anno 2019“

Tatsächlich haben die Deutschen 2018 erstmals mehr mit Karte gezahlt als in bar. Eine Journalistin startete sogar einen Selbstversuch: Sie wollte zwei Wochen ganz ohne Bargeld auskommen. 

Störung bei Kartenzahlungen ist inzwischen behoben

Die Störung vom Montag habe rund eine Dreiviertelstunde gedauert und Bankkunden vieler Institute getroffen, so BS Payone. Das Problem sei inzwischen aber behoben. „Die Systeme haben jederzeit die Transaktionen sicher verarbeitet und laufen wieder reibungslos.“

dpa/ huc

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